Eigentlich läuft für Hector (Simon Pegg) alles bestens. Trotzdem will es ihm nicht gelingen mit seiner Freundin (Rosamund Pike) richtig glücklich zu werden und auch seinen Patienten kann Psychiater Hector nicht zum Glück verhelfen. Als ihm Anjali (Veronika Ferres) bei einer Therapiesitzung prophezeit, dass er eine lange Reise antreten wird, packt Hector seinen Koffer…
Simon Pegg (geb. 1970 in Gloucester, Gloucestershire) studiert Literatur und Schauspiel bevor ihm mit der TV-Serie „Spaced“ (ab 1999) und der kultigen Horrorkomödie „Shaun of the Dead“ (2004) der Durchbruch als Schauspieler und Komödiant gelingt. „Shaun“ ist der Auftakt zur sog. Blood-and-Icecream-Trilogie (deutsch auch Cornetto-Trilogie genannt), die mit „Hot Fuzz“ (2007) und „The World’s End“ (2013) fortgesetzt wird. Die Hauptrollen bestreitet Pegg mit seinem besten Freund und ehem. Mitbewohner Nick Frost, mit dem er 2011 auch „Paul – Ein Alien auf der Flucht“ dreht. Zwischenzeitlich wird Simon Pegg von Regisseur J.J. Abrams für „Mission Impossible III“ (2006), „Star Treck“ (2009) und „Star Treck Into Darkness“ (2013) verpflichtet und somit auch außerhalb Europas zum Star. Mit „Hector and the Search for Happiness“ erreicht Simon Peggs Karriere ihren vorläufigen Höhepunkt. Hier überzeugt er als Komödiant, der sowohl den stillen Humor als auch den Slapstick beherrscht, aber auch als ernsthafter Darsteller, wenn Hector in Afrika in die Fänge eines brutalen Warlords gerät oder eine Sterbende auf dem Flug über den Atlantik begleitet. Über weite Strecken ist Peter Chelsom („Funny Bones“ 1995) Verfilmung des 2002 erschienenen, erfolgreichen Romans von Francois Lelord allerdings ziemlich lustig und bietet, neben kleinen, eingestreuten Zeichentrickszenen, Lebensweisheiten im Minutentakt, vor allem natürlich Hector durchnummerierten Ratschläge zum Glücklichsein, wie „6. Das Vermeiden von Unglück ist nicht der Weg zum Glück“ oder „9. Süßkartoffeleintopf!“. Neben Simon Peggs großartiger und sympathischer Performance wirken Stars wie Jean Reno und Stellan Skarsgard fast wie Stichwortgeber, Veronika Ferres („Der König von Deutschland“ 2013) aber sorgt für Spaß als Patientin, die sich um ihre Aura sorgt.
Keine tiefgreifende psychologischer Diskurs über das Glück der Erde, aber ein wunderbarer, kurzweiliger und verspielter Film, der einen durchaus einen kleinen wenig glücklich machen kann. (8,5/10)