Die Kleinganoven Kermet Dünger, Lorenzo di Napoli und Ölcrem Drehcran treffen sich nach gescheiterten Coups im Knast, aus dem sie zusammen fliehen. Also schnell einen Kleinwagen geklaut und ab zum Döner Drive In, 'ne Knarre vom Albaner besorgt und Richtung Stadt gedüst, um Schutzgeld zu erpressen. Es kommt alles etwas anders in dieser Lowest Budget Komödie, nicht nur weil der Italiener des Trios erst einmal zum Friseur muss (Spitzen schneiden lassen). Eigentlich sind die Möchtegerngangster ganz schöne Looser, die mit wildem Tauschhandel und dem Verprügeln kleinerer Jungs nicht gerade Eindruck schinden, mehr geht es auch darum, überzogene Klischees über ausländische Mitbürger zu verbraten, was über weite Strecke nicht originärer als das ganze Erkan und Stefan Satiregesocks der Fernsehindustrie ist. Manchmal allerdings blitzt dann doch der ein oder andere amüsante Dialog auf, der in seiner ungeschliffenen, wenn auch in der Tonqualität etwas schwerer verständlichen Art für Schmunzeln sorgt. Zwar nicht Gags am laufenden Band, manche Wortspiele machen sich jedoch herrlich über den Ghettoslang lustig. Ansonsten artet die kleine Schwabentour der Amateure in Slapstick und kindlichem Humor aus, in den letzten zehn Minuten macht das Drehbuch noch die erstaunliche Wende in Richtung Horrorfilm. Typischer Amateursplatter ist das deswegen noch lange nicht, ein unblutig abgeschlagener Kopf macht einfach nicht viel her. Besser gefällt da schon der schwäbische Asi-Türke, denn als Zombie zu sächseln muss ein hartes Los sein. Dass auch die schwäbisch-nationale Fraktion ihr Fett wehkriegt, macht das alles ein wenig sympathischer, was in einem dreiviertel Jahr Drehzeit zustande kam. Ähnlich verhält es sich mit der Hand voll Laien vor der Kamera, da spielt Simon Mora nicht nur Kermet, sondern auch Tante Fatma, die mit ihren Plastiktüten ehrfürchtig von Aldi zum nächsten Konsumtempel chauffiert wird. Technisch wirkt viel improvisiert, Kamera machte gerade derjenige, der nicht davor stand und der Soundtrack ist natürlich neben Hip Hop auch die Jugendheimpalette von Punk und Metal, Drum & Bass sowie türkischem Schlager.
Fazit: Origineller Amateurstreifen mit Höhen und Tiefen, der vermeintliche Kultfilm ist diese Parodie jedenfalls nicht zwingend. 4/10 Punkten