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Auch Zukunftsvisionen wiederholen sich, denn Regisseur John Lyde präsentiert uns mit seinem Sci-Fi-Actioner eine Mixtur aus "Planet der Affen", "Mad Max" und "The Descent".
Das kann sich handwerklich durchaus sehen lassen, auch wenn das augenscheinliche Budget eher dem einer Fernsehproduktion gleichkommt.

Wir schreiben das Jahr 2067: Vor 37 Jahren brachen sieben Raumschiffe von der Erde auf, um irgendwo einen bewohnbaren Planeten zu finden. Als die Kolumbus7 ein Signal empfängt, startet eine Mission durch ein Wurmloch, doch ein Meteoriteneinschlag lässt das Raumschiff zerschellen und nur wenige der Crew überleben. Kate (Danielle Chuchran) versucht nicht nur ihrem verletzten Captain (Kevin Sorbo) zu helfen, sondern muss sich auch gegen feindselige Einwohner und schuppige Monster zur Wehr setzen...

Die Bewohner der felsigen Landschaft tragen Gasmasken und sprechen eine Phantasiesprache irgendwo zwischen russisch, englisch und französisch und erinnern aufgrund ihres grobschlächtigen Verhaltens arg an die krummen Typen aus "Mad Max", während die Höhlenmonster aus billigem Latex eher an die Fünfziger verweisen. Dazwischen tummeln sich ein paar ordentlich gestaltete Computerdinos, es gibt eine Explosion und umherfliegende Trümmerteile, doch ansonsten wiederholen sich die Abläufe um Kate regelmäßig.

Mal wird gegen Monster gekämpft, mal gegen menschliche Gegner, dann folgt die eine oder andere Kletterpartie, hier mal ein Scan oder ein Routenplaner, dort das Einsammeln kleinerer Hilfsmittel, doch auf Dauer zündet die Action um lediglich eine Hauptfigur nur bedingt, zumal Kate kaum Hintergrund erhält und auf sich allein gestellt nicht allzu viel von sich gibt.

Die karge, rotfelsige Landschaft (in Utah festgehalten) ist recht treffend gewählt, der satte Score treibt stets ordentlich an und schießt dabei einige Male übers Ziel hinaus und die wenigen Mimen liefern ordentliche Performances ab, was sich jedoch eher auf den athletischen Aspekt bezieht, da mimisch nicht viel abverlangt wird.
Das wird dem Zuschauer auch nicht, da die dünne Story zu keiner Zeit in die Tiefe geht und Details der historischen Entwicklung, als auch rund 400 Jahre zwischen Aufbruch und Ankunft nicht näher erläutert werden.

Wer sich hingegen mit schlicht inszenierter Action zufrieden gibt, erhält einige solide in Szene gesetzte Fights, welche zuweilen ein gutes Auge für Treffer auszeichnen, welche auch prompt in Zeitlupe eingebaut werden. Das Blutvergießen hält sich zwar arg in Grenzen und auch sonst bleiben markante Schauwerte aus, doch immerhin sind genügend Tempo und Bewegung im Spiel, um das an sich unaufgeregt erzählte Geschehen einigermaßen ansprechend zu gestalten.

Wer also filigran erdachte Zukunftsmusik erwartet, wird mit einem ungehobelten Stück Film vor den Kopf geschlagen, welcher eher an schlichte TV-Produktionen erinnert, was die karge Ausstattung in vielen Momenten untermauert. Daraus erwächst wiederum ein gewisser Charme, der im Kontext einer schnörkellosen Moral beinahe schon goldig wirkt. Ein leicht naiver Trash-Film für Anspruchslose, - ein Krieg der Sterne findet allerdings eher woanders statt.
5,5 von 10

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