Review

In nicht allzu ferner Zukunft ist die Erde längst vollkommen unbewohnbar. Jegliches Wasser ist verschwunden und der Planet besteht nur noch aus reinem Ödland. Genau vor 37 Jahren haben sich deshalb gleich sieben Schiffe auf dem Weg ins Weltall gemacht, um eine neue bewohnbare Heimat für die Menschheit zu finden. Um ihre Reise etwas zu verkürzen, beschließt die Besatzung eines der Schiffe kurzerhand durch ein Wurmloch zu fliegen. Gerade dabei, die Oberfläche auszukundschaften, müssen sie jedoch feststellen, dass sie auf diesem fernen Planeten längst nicht alleine ist. Blutrünstige Kreaturen machen sich über die Schiffsbesatzung her und nur die hübsche Kate gelingt es dank hervorragendem Kampftraining, zu entkommen. Doch bei dem Versuch, ihren Captain ausfindig zu machen und ihre Kameraden zu befreien, kann sie auf Hilfe von den anderen humanoiden Lebensformen auf diesem Planeten nicht zählen.

Wer Sternenkrieger als billigen Weltraumtrash abtut, hat damit sicher auch Recht, aber wenn man den Internetquellen glauben darf, so entstand dieser via Crowdfunding und für das eher spärliche kolportierte Budget von satten 41000 Dollar sieht das Ergebnis gar nicht mal so übel aus, wenn man vergleicht was die üblichen Billigfirmen im Vergleich mit einem zigfach besser gefüllten Geldbeutel so treiben. Dazu konnte man sich mit Kevin Sorbo sogar noch so was wie ein Zugpferd leisten (vermutlich ist der Gute aber auch nicht mehr so teuer wie zu Hercules Zeiten), nannte ihn sogar noch Captain Hunter, was dann auch schon wieder an den Dylan Hunt aus Andromeda erinnert.
Zumindest ist das Monster Design und die CGI Animationen ganz ansehnlich geworden. Die Außenansicht des Raumschiffes sieht ebenfalls gar nicht übel, alles andere wird aber mal wieder in der freien Natur gedreht. Hier gelingen zwar auch durchaus schicke Aufnahmen der Felswüste, durch die sich unsere 21-jährige Heldin auf dem Weg von schlappen 60 Kilometern zu ihrem verletzten Kapitän kämpfen muß. Das Ganze hat dann zwar mehr Ähnlichkeit mit Survival Action als mit Science Fiction, aber mehr war wohl nicht drin. Kompliment aber für Danielle Chuchran die offensichtlich viele Stunts selbst übernahm und auch in den Kampfszenen keine schlechte Figur abgibt.
Das Problem ist nicht nur die Natur, sondern auch zwei Rassen bewohnen den zunächst fremden Planeten, der sich dann aber doch als Erde entpuppt. Die Gesellschaft hat sich unterirdische Monster und oberflächige menschliche Wesen (die ihre Klamotten aber auch im Mad Max Fan-Shop beziehen) geteilt, also haben wir ein Mädel on the Run und dazu noch Eloi und Morlocks. Wirklich spannend wird die Sache zwar nie so wirklich, aber man kann schon erkennen, das hier mit Engagement zur Sache gegangen wird und nicht nur ein billiger Reißer für nächste Nachmittagsprogramm gebastelt wurde.
5/10

Details
Ähnliche Filme