Der Streifen mit dem alternativen Titel "The Alcatraz Alien Project" kommt mit der bekannten, jedoch stets einladenden Prämisse daher: Einander Fremde sind in einem düsteren Gebäude eingesperrt und werden von einer todbringenden Instanz gejagt. Autor und Regieneuling Theophilus Lacey bastelt daraus allerdings eine dramaturgische Nullnummer, welche bereits am Storyaufbau scheitert.
Im August 1937 kam es in einem Lagerhaus zu einem Massaker, welches bis heute nicht aufgeklärt werden konnte. Genau 76 Jahre später wollen drei abenteuerlustige Studenten ein Artefakt in Form von Dämonensteinen ausfindig machen, welches sich weit unterhalb des mittlerweile maroden Gebäudes befinden soll. Zeitgleich halten sich noch weitere Personen hier auf, welchen schon bald die Bekanntschaft mit einer finsteren Macht bevorsteht...
Grundlage für spannende Unterhaltung ist eine gewisse Bindung zu den Protagonisten, die jedoch von Vornherein durch unnütze Zeitsprünge, einschließlich konfuser Einblendungen zunichte gemacht wird. Dabei keimt zu Beginn noch eine vage Hoffnung auf, als ein Angestellter des Lagerhauses wie von Sinnen auf einen Vorgesetzten eindrischt und sich diverse Figuren auf der Flucht vor dem Unbeschreiblichen befinden.
Doch der ständige Wechsel zwischen parallel ablaufenden Erzählebenen lässt rasch Desinteresse entstehen, zumal nicht eine Figur zum Mitfiebern einlädt.
Handwerklich sind immerhin brauchbare Ansätze vorhanden, obgleich die Kamera zuweilen ein wenig unbeholfen daherkommt. Dennoch erzeugen die engen und überwiegend düsteren Räumlichkeiten eine minimal klaustrophobische Atmosphäre und rund die Hälfte der Mimen performt fast schon glaubhaft.
Doch sobald die Entität zulangt wird es eindimensional, da die jeweiligen Opfer unspektakulär aus dem Bild gezogen werden, vielleicht mal einen Schuh verlieren oder Blutspuren hinterlassen. Das Böse erhält indes keine nähere Definition, noch sorgt es in angemessener Form für eine viel zu hoch angesetzte FSK18, denn die angedeuteten Gewalteinlagen fallen rein gar nicht explizit aus. Die minimale Temposteigerung zum Finale kaschiert da nur wenig, denn in dieser Phase ist das Interesse am Geschehen bereits weitgehend gewichen.
Aufgrund des unausgegorenen Drehbuches lässt sich nur vermuten, dass Lacey es binnen weniger Stunden entwickelte und ohne darüber nachzudenken in die Tat umsetzte.
Es ist kein wirklicher roter Faden vorhanden, noch kommt zu irgendeiner Zeit Spannung auf, von Schauwerten in Sachen Blutvergießen oder Spezialeffekten ganz zu schweigen.
Prämisse und Cover suggerieren mal wieder deutlich mehr, als der Stoff in Wirklichkeit hergibt.
2,5 von 10