Review

Eine Spezialtruppe aus jüdischen Emigranten unter britischem Kommando soll die deutschen Benzindepots bei Tobruk vernichten, und damit Rommels Afrika-Korps an der Weiterführung des Krieges hindern.

"Das ist Selbstmord."
"Das ist Befehl."
Ganz ordentlicher, aber jetzt nicht irgendwie herausragender Kriegs - Action - Film, der als Wüstenabenteuer die ersten zwei Drittel vorwärtsrobbt und dann beginnend in Tobruk quasi eine Actionszene an die andere reiht.
Mit Hudson und Peppard in den gegensätzlichen, aber gemeinsam kämpfenden Hauptcharakteren gut besetzt und auch recht aufwendig produziert, gelingt Regisseur Hiller zwar eine ganz unterhaltsame Geschichte, die aber keine Überraschungen in sich birgt und auch beim explosiven Showdown nicht so ganz wirklich für Aufregung sorgt. Da fehlt irgendwie Esprit.
Verärgern tun aber eher die weniger gelungenen Trickaufnahmen gegen Ende, deutliche sichtbare Rückprojektionen, die Verwendung von anderem Filmmaterial und ein Studio - Tobruk mindern jeden guten Eindruck; und der Verräter in den eigenen Reihen ist selbst dem nachlässigsten Zuschauer sofort erkennbar.
Ausserdem konnte man sich einen nervig - unlustigen Goof unter den Soldaten nicht verkneifen. Ansonsten wird die Handlung auch während des eher lästigen Wüstenrittes rasch vorangetrieben, ein Minenfeld, Beschuss durch eigene Flieger, ein Tuareg - Stamm, überlaufendes Agenten - Pärchen und die drohende Einkesselung und Aufreibung zwischen Deutschen und Italienern sorgen für genügend Abwechslung.
Hudson - ein Bär von einem Mann übrigens - selbst hat weniger zu tun, seine Figur ist zu überlegen und ruhig, zu sehr gut.
Peppard kommt besser weg, vor allem da er mit mehr Ambivalenz und innerlich brodelnder angelegt ist, und sich als 2ter Mann sehr gut macht.
Insgesamt ganz erfolgreicher Film, mit einer besseren Optik [ wurde aber auch auf 4:3 aufgezoomt ] und etwas mehr Aufregung hätte aber mehr daraus werden können.

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