Einen netten kleinen Horrorkrimi schuf William Castle da nach einer Vorlage von Robert Bloch(Psycho),der häufige Vergleich mit Hitchcock erscheint da allerdings maßlos übertrieben.
Irene Trent träumt ständig von einem fremden Mann und spricht im Schlaf.So ist es kaum verwunderlich,dass ihr blinder Ehemann ihr eine Affäre mit seinem Rechtsanwalt Barry vorwirft.Allerdings stirbt ihr Mann kurz darauf bei einer Explosion,doch Irenes Träume gehen weiter,in denen nun auch der Verstorbene auftaucht.Schon bald scheint es zwischen Traum und Realität keinen Unterschied mehr zu geben.Sie bittet Anwalt Barry,ihr bei der Suche nach der Wahrheit zu helfen.
Klassisches Horrorkino könnte man meinen,doch außer der stimmigen Gruselatmosphäre hat der Film mehr von einem Suspense-Thriller.
Jede Figur,die während der Handlung auftaucht wirkt irgendwie verdächtig und erweckt beim Zuschauer Argwohn und Misstrauen.
Die Sets sind klassisch düster gestaltet und werden von einem äußerst gelungenen Score untermalt,der schön nostalgisch auch in jeden Edgar-Wallace-Film gepasst hätte.
Atmosphärischer Höhepunkt ist die Vermählungsszene in einer Kapelle,ausgestattet mit Wachsfiguren und einigen Kerzen.
Zudem können sich zarte Gemüter beim Anblick des verstorbenen blinden Ehemannes fürchten(der schon zu Lebzeiten Grusel verbreitet).
Der versierte Zuschauer kommt der Ursache des schaurigen Treibens leider recht schnell auf die Schliche,denn viele Lösungsansätze werden nicht geboten.
Unterhaltsam ist er aber allemal und für einen spätabendlichen Grusel ganz gut geeignet.
7 von 10 Punkten