Und täglich grüßt das Murmeltier...
Irgendwie lerne ich es aber auch nicht, obwohl der werte Herr Seagal in den letzten Jahren wirklich kaum etwas sehenswertes zu zeigen vermochte, schaffe ich es doch immer wieder mich hinreißen zu lassen und mir den neuesten Seagal Streifen anzuschauen...
Dabei sollte mir die Combo Waxman/Seagal eigentlich ja schon Warnung genug sein...
Story:
2 Jahre nach einem fehlgeschlagenen Special Ops Einsatz, bei welchem ein unschuldiges Mädchen das Leben verliert, findet sich Alexander ( Steven Seagal) in einer Osteuropäischen Stadt wieder, wo er als Handwerker seine Brötchen verdient. Naja eigentlich stimmt das natürlich nicht so ganz, denn im geheimen ist er auf der Suche nach dem Waffenhändler Chen (Tzi Mah) um den Tod des Kindes zu rächen. Auf seinem Rachezug nimmt er es nebenbei auch noch mit der russischen Mafia auf...
Lang,lang ist es her... als ich noch freudig den neuesten Seagal in der Hand hielt... Filme wie " Nico" , "Hard to Kill" oder auch "Exit Wounds" , wie schön waren diese Zeiten.
Diese Zeiten sind nun aber wie es aussieht schon lange vorbei...
Kampfpummel Seagal treibt sich viel lieber im Ostblock rum, watschelt unmotivert durch die Szenerie, würgt kaum noch sympatische one-liner heraus und auch seine Kampfesszenen sind zu erbärmlichen Karikaturen von damals verkommen... so auch in dem hier besprochenen Streifen...
Die Story natürlich wiedermal 08/15 (wie auch schon in den meisten Werken die zuletzt von ihm herauskamen), sind es mittlerweile meist die Sidekicks die dem ehemaligen Action-Superstar die Show stehlen... In diesem Falle ist es Victor Webster, der durch sein recht solides Schauspiel und diverse Martial-Arts Einlagen überzeugen kann.
Wenn Steven es mit Widersachern aufnimmt, darf man meist nicht mal zwinkern, denn sonst liegt der Gegner schon niedergestreckt auf dem Boden und das Kämpfchen ist schon vorbei...
Geballert wird auch natürlich wieder und das CGI lässt sich nur schwer verbergen...
Der Showdown ist dabei noch einigermaßen ok ausgefallen (dank Webster) wobei der Final Fight einfach nur traurig ist...
Fazit:
Nix neues, im Seagal DTV-Land....
Billige Drehorte, lahme, zu kurze Fights, zu lange Laufzeit und zu wenig Spannung machen "a good man" zu einem weiteren Film, der innerhalb kürzester Zeit in Vergessenheit geraten dürfte.
Mensch Steven, spring doch endlich mal über deinen Schatten und schließ dich den "Expendables" an... sonst seh ich auch in Zukunft recht schwarz, einen annehmbaren Seagal Streifen zu sehen...
Einzig Webster retten den Film gerade noch so auf 4 Punkte.