Nosferatu ist das Remake des gleichnamigen Films von 1922. Hier schlüpft Klaus Kinski in die Rolle des Graf Dracula. Die Story handelt von einem Immobilienmakler aus Wismar der nach Transsylvanien geschickt wird, wo er einem gewissen Graf Dracula ein Haus in seiner Heimatstadt verkaufen soll. Doch schon unterwegs warnen ihn die Leute vor dem Schloss. Er geht darauf jedoch nur wenig ein und setzt seine Reise fort. Doch als er ankommt merkt er schnell das hier irgendwas nicht stimmt...
Zumindest am Anfang hält sich der Film nah an den Original Roman was schonmal recht lobenswert ist, da bei anderen Verfilmungen dies oft nicht der Fall war. Der Film läuft ab in ruhigen, beschaulichen Bildern, einer oft leisen, meist aber recht traurigen Musik. Ich weis nicht was genau hier die Intention des Regisseurs war, aber eines schafft er hier auf jeden Fall nicht: Spannung.
Düstere Bilder wechseln sich ab mit freundlichen Bildern, Szenen der Einsamkeit (wenn der Makler durchs verlassene Schloss läuft) mit Szenen in denen viele Menschen zugegen sind. Dies verhindert das Aufkommen einer brauchbaren Atmosphäre, eigentlich entsteht gar keine. Auch die Dialoge sind teilweise leise und undeutlich gesprochen, wodurch der Film eine ziemlich einschläfernde Wirkung zeigte. Apropos Dialoge: Diese sind teilweise in einer gezwungen wirkenden geschwollenen Sprache gesprochen, das es teilweise regelrecht lächerlich wirkt.
Aber es gibt auch positive Dinge, oder eigentlich eins: Klaus Kinski zeigt eine wirklich tolle schauspielerische Leistung, wie er den Dracula als beinahe schon tragische Figur zeigt, ist wirklich klasse. Leider steht er damit ziemlich alleine dar, die anderen Schauspieler sind ziemlich schwach allesamt. Man fühlt nicht mit ihnen mit, es entsteht keine Bindung zu ihnen, wodurchs einem letztlich egal ist was aus ihnen wird.
In der zweiten Hälfte des Films weicht der Film schlieslich auch stark vom Buch ab, und macht vieles noch Schlimmer dadurch. Die Pest in der Stadt war nicht nur unnötig, nein, sie ist auch noch teilweise in fast schon surrealistische Bilder getaucht. Diese wiederum werden lautstark von der Filmmusik begleitet, vielleicht ein Versuch die Zuschauer wieder aufzuwecken. Spätestens die Darstellung des Dr.Van Helsing als senilen alten Herrn, der auch noch für die Wissenschaft einsteht und nicht an übernatürliches glaubt, ist einfach nur ärgerlich. Gerade weil das ja fast das komplette Gegenteil zur Figur aus dem Buch ist.
Kommen wir so zu meinem Fazit:
Der Film ist langweilig, er hat keine Atmosphäre, keine Spannung, bis auf Klaus Kinski nur miese Schauspieler. Die Story wird gegen Ende regelrecht albern. Die Musik ist einfach nur unpassend.
Gut sind Klaus Kinski (wirklich tolle Darstellung!), und die Bilder die teilweise ziemlich schön sind.
Insgesamt gesehen nur empfehlenswert wenn man Klaus Kinski sehen will, und man gut ausgeschlafen ist!
Wegen des guten Kinskis gebe ich dem Film 3/10 Punkten