Review

Es gab in den 70er Jahren öfter mal Filme mit einer Laufzeit um 70 Minuten, oft fürs Fernsehen produziert. Auch stilistisch erinnert mich dieser kurze Film an diese Zeit, wenngleich die Synthie-Musik dann doch mehr 80er ist. Leider waren die damaligen Filme dann doch besser als dieser hier.

Dabei ist die angenehm kurze Laufzeit für die einfache Handlung, die der Film erzählt, schon ein Pluspunkt. Die Inszenierung ist es weniger. Schon ungewöhnlich, denn immerhin war hier ein Regisseur am Werk, der sonst für große A-Filme bekannt ist. Da hätte man etwas mehr inszenatorisches Können erwarten dürfen. Vielleicht liegt das aber auch an den zu tristen Kulissen, in denen der gesamte Film spielt (mal abgesehen von kurzer Anfangs- und Schlußszene). Auch darstellerisch war das unglücklich. Der Darsteller des Killers kommt ganz gut rüber, Max Minghella in der Hauptrolle kann leider so gar nicht schauspielern. Dazu ist die Synchronisation recht miserabel.

Ansonsten wird man in dem Quickie eigentlich ganz nett unterhalten. Ein kleines Katz-und-Maus-Spiel innerhalb einer Büroetage, das nach Schema F abgespult wird, aber für eine gewisse Grundspannung sorgen kann. Sogar ein paar Twists in der Handlung werden eingebaut, die überraschen aber nicht wirklich. Bis auf die letzte Minute, das Ende ist unspektakulär, aber gut geschrieben.

Unterm Strich ein völlig belangloser kleiner Killer-Thriller, von dem man sich mal berieseln lassen kann, der aber schon die eine oder andere Schwäche aufweist.


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