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Als ein gefährlicher Meteoritenschauer droht, alles Leben auf der Erde zu vernichten, arbeiten die klügsten Köpfe der Welt an einem Plan, um den Planeten aus der Umlaufbahn zu bewegen und so einem beinahe unabwendbaren Aufprall zehn Tage später zu entgehen. Der junge Astronom Evan Kitsias ist der erste, der den Asteroiden sichtet und entwickelt als leitender Kopf den Plan zur Rettung der Menschheit: Man solle einige Atombomben im Pazifik zünden, was massive Erdbeben erzeugt und so die Erde aus der Bahn des Asteroiden schleudert. Der Plan klingt ziemlich halsbrecherisch, doch scheint die bessere Wahl zu sein, als auf das Unausweichliche zu warten. Die Leitung dieses Unterfangens übernehmen Kommandant Chase Seward Meeresforscherin Marisa Knox. Wird die Aktion gelingen oder wird die Menschheit auf beispiellose Weise ausgelöscht?

Es gibt sicher vieles was die Asylum Truppe nicht kann, aber Katastrophenfilme gehören sicherlich nun überhaupt nicht zu ihren Stärken (ich meine jetzt das Genre Katastrophenfilm und nicht katastrophale Filme, da sind sie spitze). Hier ist es mal wieder der böse Asteroid, den ein Astronomen Azubi entdeckt. Für Abwehrmechanismen ist es natürlich zu spät (nur die grimmigen Russkis sehen das natürlich wieder nicht ein, Klischees müssen ja bekanntlich sein), und man kommt auf die verwegen Idee, das wenn der Berg nicht zum Propheten kommt, es eben andersrum gehen soll. Ein paar Nuke-Bomben also sauber in der Tiefsee platziert und dann soll eben die Erde verschoben werden und auf dem Wege ausweichen.
Wissenschaftlich hört sich das alles zwar wieder mal nach hanebüchenen Blödsinn an, aber das hat die Asylum Schreiberlinge ja bisher auch nie gestört. Man versucht zumindest Dramaturgie aufzubauen, indem man also ein U-Boot zum Meeresgrund schickt, an Land sollen ein paar Marines auch welche in einen Vulkan schmeißen, scheitert aber ziemlich kläglich daran irgendwelche Spannung aufzubauen. Als Beispiel sei hier mal Hong Kong genannt, das durch Splittereinschlagfolgen komplett zerstört wurde. Und was sieht der Zuschauer davon? Außer einer schlecht getricksten Flutwelle eigentlich gar nichts.
Wenn es hier überhaupt so etwas wie ein Budget gab, dann ging es ohnehin für die drei Altstars Robert Davi, Tia Carrere und Tim Russ drauf, die ihren Zenit lang überschritten haben. Wirklich motiviert wirken sie jedenfalls nicht. Für die CGI blieb dann wieder mal nur ein Trinkgeld übrig und auch die Sets sehen mal wieder alles andere als überzeugend aus. Besonders das Uboot Innere sieht mal wieder eher nach übertünchter Garage mit ein paar blinkenden Kästen im Hintergrund. Was aber die Spannung endgültig killt ist die elende Geschwätzigkeit, die hier an den tag gelegt wird. Davi tat mir richtig leid, als er verzweifelt seine Philosophie-Monologe vertragen mußte und dabei nicht lauthals lachen durfte.
3/10

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