Review

In der Provinz von Montana ortet ein Bergbaukonzern große Mengen von Iridium und setzt zur Probebohrung an. Dabei stoßen die Arbeiter auf einen unterirdischen Hohlraum, in dem eine Population verschiedener Saurier die Jahrmillionen überdauert hat. Ohne großes Federlesen gehen die Raubechsen auf die Menschen los und verbreiten Angst und Schrecken in den anliegenden Landgemeinden. Ordnungskräfte und Bergbaukonzern zeigen sich überfordert, doch zum Glück sind anwohnenden Cowboys bestens bewaffnet.

Es gibt einfach Filmtitel denen man kaum widerstehen kann, obwohl man ganz genau weiß, das es doch nur der nächste Fötus aus der fleißigen SyFy Gebärmaschine ist. Den Begriff Cowboys sollte man ohnehin nicht allzu ernst nehmen, denn wir befinden uns hier nicht im wilden Westen, sondern in irgendeinem Kaff in Montana, wo halt eben zwei der zentralen Figuren einen Cowboyhut tragen und mal auf Pferden reiten. Darunter auch der Heimkehrer Val, so der klassische Typ Held wie man ihn sich in der Marlboro Werbung so vorstellt.
Jetzt könnte man ja aus ein paar ländlichen Kuhjungen und einem Rudel methangefüllter Saurier doch einen schönen trashigen Spaßstreifen drehen, allerdings hat C vs D zwei entscheidende Nachteile, die das Vergnügen doch gehörig einschränken. Üblicher Kritikpunkt ist natürlich die CGI, die auch hier wieder sehr schludrig daherkommt. Bewegungen und Interaktion der Urzeitviecher sehen einfach sehr fahrig und unnatürlich aus. Man präsentiert zwar ein Rudel Raptoren, einen T-Rex und einen Triceratops, aber es wirkt schon ziemlich lächerlich, wenn die Saurier einen Menschen nur mit der Nase anstupsen (mehrfach zu sehen), der Komparse sich theatralisch fällen läßt und der Film uns das als Kill verkaufen will.
Das größere Problem ist aber die anfängliche Langeweile, gepaart mit einer völlig versemmelten Love Story, die in peinlichen Dialogen und hohlem Dauergelaber mündet. Keine Sau interessiert sich für Val und seine Ex, die jetzt mit dem bratzigen Sheriff zusammen ist. Die Leute wollen aber die Saurier sehen verdammt und nicht ellenlange Dialogpassagen der örtlichen Hinterlandbelegschaft. Im Grunde könnte man nach der Stollenexplosion in den Showdown spulen, ohne sich die Ohren mit dem ganzen Dorftalk zumüllen zu lassen.
Die zweite Hälfte zumindest ist noch einigermaßen erträglich, so man sie noch im wachen Zustand erlebt. Wenn die Dinos den kompletten Ort überrennen und teils sogar blutig die ganzen Einwohner wegknuspern kommt immerhin Tempo auf und wenn am Schluß noch der Held sein obligatorisches Trauma überwindet und den Triceratops bullenreitet, dann steigt der Trashpegel doch gleich wieder auf wohliges Niveau. Ist nur leider keine ausreichende Entschädigung für den restlichen Murks.
4/10

Details
Ähnliche Filme