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Der entflohene Sträfling Nanni Vitale (Helmut Berger) will sich an den Verantwortlichen seiner Haft rächen und hinterlässt dabei eine Spur der Gewalt. Der ermittelnde Kommissar (Richard Harrison) ahnt die innere Schwäche des tobsüchtigen Einzelgängers…

Sergio Griecos schonungslose Inszenierung nimmt wenig Rücksicht auf das seelische Wohlbefinden der Zuschauerschaft, die Vitales Feldzug als ausweglose Kette hemmungsloser Gewalttaten miterleben muss. Zunächst scheint die Härte seiner Vergeltungsschläge allein der Befriedigung von Rachlust und Sadismus zu dienen; doch allmählich wird sichtbar, wie sehr das Verbreiten von Angst und Schrecken für Vitale auch zu einem Mittel geworden ist, um seine ungefestigte Identität zu verbergen. Helmut Bergers Gänsehaut erzeugendes Spiel verleiht dabei der Erscheinung des äußerlich reulosen, aber innerlich haltlosen Gewalttäters eine bemerkenswerte Markanz. Trotz einiger handwerklicher Ungereimtheiten, die sich in unnötigen Ablaufunklarheiten und allzu breit ausgekosteten Zeitlupen äußern, gelingt Grieco ein spannender und aufwühlender Film, dessen eindrucksvoller Schluss haften bleibt.

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