Review

Kein Unikat, ein Uni-Slasher

"Kristy" ist ein klassischer Home Invasion-Slasher. Oder auch nicht. Denn er spielt an einem College, wo übers Thanks Giving-Wochenende alle außer unserem Final Girl ausgeflogen sind, und unsere Protagonistin ist nicht so hilflos und dumm, wie viele ihrer Leidensgenossinnen von damals (& heute). Alte Schule mit ein paar neuen Kniffen könnte man sagen. Gegen Ende macht sich sogar etwas "You're Next"-Stimmung breit, nur humorloser und ohne dessen Klasse zu erreichen. Unser letztes Mädchen auf dem Campus wird von einer seltsamen Sekte bedroht und mehrere Killer schleichen umher, ein spannendes Katz- und Mausspiel entbrennt. 

"Kristy" ist geradeaus, kompetent inszeniert und immer involvierend. Zudem noch fein anzusehen und dank Haley Bennett mit einer starken Leading Lady ausgestattet. Die erste Hälfte baut gekonnt Atmosphäre und Verbindung auf, die zweite Hälfte ist eine große Hatz. So einfach kann gutes Horror-/Thrillerkino sein. Das Rad wird zu keinem Zeitpunkt neu erfunden und ein paar Überraschungen und Weggabelungen hätten nicht geschadet, doch insgesamt gibt es als Genrefan weitaus schlechtere Arten der Freitagabendunterhaltung. Gibt nichts zu meckern, selbst wenn die ganz großen Highlights fehlen. Abgesehen von dem cleveren, realistischen und eigenständigen Opfer, welches so im Genrebereich leider noch immer eine Seltenheit darstellt. Und ein paar blöde Jumpscares als Lowlights. 

Fazit: solider Campus-Slasher, der noch ein paar Ideen und Wow-Momente hätte vertragen können. Kurzweilig und oldschool ist er dennoch! 

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