Review

Bruce's Großvater ist auf Tour


Objektiv/Klassisch gesehen ist „Shark Attack III“ wohl der mieseste Teil der ohnehin schon qualitativ mangelhaften Reihe (2/10). Aber er ist dann oft schon wieder dermaßen drüber und unfreiwillig komisch, dass er seine zwei blassen, generischen (und mit ihm kaum verbundenen) Vorgänger doch deutlich hinter sich lässt... Unterhaltungs-/Trashfaktor: 8/10. In „Shark Attack III“ treibt ein urzeitlicher Riesenhai vor der Küste Mexikos sein Unwesen und den Bodycount gehörig in die Höhe...

Die „Shark Attack“-Reihe war weit vor dem eigentlichen Sharksploitation-Trash-Hype das Aushängeschild dieser Gattung. Und während die ersten beiden Teile mich die meiste Zeit total kalt und unbeeindruckt zurückließen, wird „Megalodon“ seinem Ruf, Titel und dem Genre schon deutlich gerechter... „Shark Attack III“ ist ein Fast Food-Trash-Haihappen der alten, handgemachten Schule. Näher an „Attack of the Killertomatoes“ als an „Sharknado“. Overacting herrscht, der Hai variiert in Aussehen und Größe, das letzte Viertel ist legendärbonkers und insgesamt kommt das meiner Vorstellung von kurzweiliger Feierabendunterhaltung schon sehr nahe. Vielleicht in Adiletten und bei 'nem Bierchen. Oder auch drei. Was negativ auffällt bei der kompletten Reihe ist, dass hier Stock Footage zum Teil mehrfach benutzt wird und dass sie wenig bis gar nicht zusammenhängt. Und natürlich null Spannung oder Horror bietet. Das ist bei Part III nicht anders, sogar noch auf die Spitze getrieben. Hai gegen Boot. Hai gegen Nackedei. Hai gegen Paragliderin. Hai gegen Shotgun. Hai gegen Baseballschläger. Hai gegen Rettungsboot. Alles wird hier gegessen. Von einer halben Yachtgesellschaft bis zu den Genitalien der knackigen Protagonistin. Nice! 

Fazit: mein Lieblingsfilm aus der ansonsten eher lahmen, peinlichen „Shark Attack“-Reihe. Trashiger, größer, hungriger, dummer. Mehr Nacktheit, mehr Bier, mehr Zähne, mehr Tote. Mexiko als Location, sexy Ladies, ein „echter“ Megalodon. Gerade ab der zweiten Hälfte definitiv ein Fest des schlechten Geschmacks. Schlechter heißt nicht immer schlechter. Im Grunde „Meg“ in sympathisch und ultratrashig. 

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