Review

"Revelation" ist einer jener Filme, die mit dem Vertrauen bzw. der Angst der heutigen Menschheit in die Technik und Wissenschaft spielt, die sogenannte "neue Religion".
Hier prallen Elemente aus der Bibel auf die moderne Technik, vermischt mit okkulten, astrologischen und religiösen Symbolen.

Von Glaubhaftigkeit reden wir hier lieber nicht. Der Film ist Fiktion, nicht mehr und nicht weniger. Er zeigt keine Lösungen oder Wahrheiten, sondern spinnt eine nette Idee über die Zukunft des Planeten konsequent zu Ende.
Und das macht er solide und einigermassen spannend, fernab vom üblichen Hollywood-Gedresche, wo der Superheld die Dämonen zu Klump haut. "Revelation" geht da subtiler vor, verzichtet zwar auch nicht auf ein paar Morde, mit der Logik haperts selbstverständlich auch (ist aber kein Wunder bei diesem Thema ...) und natürlich wird auch eine Romanze eingebaut, aber das ist schliesslich Kino.

Zwei Veteranen und zwei Jungschauspieler, die alle durchwegs gut spielen, schön fotografierte Bilder aus einigen Ecken Europas, ein Regisseur und Drehbuchautor, der sich frisch-fröhlich aus der Mythologie diverser Religionen bedient ...
Ein ordentlicher Okkult-Thriller, dem ein bisschen der Privat-TV-Touch anhaftet (soll aber angeblich tatsächlich ein Kinofilm sein). Der Schluss erinnert ein wenig an den Okkult-Roman "Die Wiege des Bösen" von James Patterson.

"Revelation" ist nicht unbedingt ein reissender Schocker, aber um einiges intelligenter als der überbewertete Edelheuler "The Omen", der sich ebenfalls sehr ernst nimmt.

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