Zwischen Olafs frühen Splatterfeuerwerken ohne viel Sinn und seinen mit größeren Budgets gedrehten neueren Filmen steht Riverplay. Und er mag zu beidem nicht passen.
Man merkt, dass er praktisch ohne Budget entstanden ist und einfach ein Spaßfilm zur Erholung vom Drehstress, den Legion Of The Dead mit sich brachte darstellt.
Doch genau dass macht ihn vielleicht so gut. Die Darsteller spielen ihre Rollen zwar nicht sehr professionell, aber mit sehr viel Hingabe und vor allem Melanie Sigl nimmt man die Rolle der Psychopathin ohne weiteres ab. Die Effekte sind nicht sehr zahlreich eingesetzt, können aber, wie immer aus Ittenbachs Hand, überzeugen.
Aber der größte Pluspunkt an diesem Film ist für mich die Musik. Selten wurde in einem Amateurfilm der Score besser und passender eingesetzt. Er spiegelt immer die Stimmung des Films wieder und passt in jeder Minute perfekt zum Geschehen.
Eine Moral (dass man nicht jedem trauen sollte und dass in Extremsituationen jeder zum Mörder werden kann) steckt auch noch drin.
Also in kann den Film nur wärmstens empfehlen. Auch für Leute, die eigentlich keine Amateur-Produktionen mögen.
Man sollte nur nicht mit den falschen Erwartungen rangehen.