Die junge Archäologin Scarlett Marlowe jagt dem legendären Stein der Weisen nach, welcher da der Sage nach jedes Metall in pures Gold verwandeln soll und angeblich sogar ewiges Leben verheißt. Ihre neueste heiße Spur führt direkt in die Katakomben unter Paris und zusammen mit ihrem Kollegen Benji, ihrer alten Flamme George und ausgestattet mit Kamera-Head-Sets geht es unter der Führung einiger lokaler Guides durch einen für Touristen gesperrten Abschnitt tief unter die Erde. Der Abstieg in die unterirdischen Gewölbe und Tunnel wird für Scarlett und die anderen im wahrsten Wortsinn zum reinsten Höllen-Trip, denn bald schon scheint es so, als hätte man tatsächlich das mythologische Tor zur Unterwelt durchschritten und der einzige Weg zurück an die Erdoberfläche führt immer tiefer ins Labyrinth... Okay, so schlimm wie der 2007er-Horror-Müll "Catacombs - Unter der Erde lauert der Tod" ist dieser "Katakomben" (oder wie er im Original viel schöner heißt: "As Above, So Below") zwar nicht, aber wenn es darum geht, aus dem realen Schauplatz der ja tatsächlich voller menschlicher Gebeine steckenden Pariser Katakomben gruseliges Potenzial zu schöpfen, isser irgendwie auch nicht der wahre Jakob, denn das an und für sich recht horrible Setting wird abseits einiger typischer Klaustrophobie-Szenen hier ebenfalls fast schon leichtfertig verschenkt. Tja, schade drum! Regisseur John Erick Dowdle begibt sich stattdessen lieber erneut auf das Found-Footage-Terrain seines amerikanischen "[●REC]"-Remakes "Quarantäne" und bedient selbiges Sujet wiederum fachmännisch mit all seinen inhärenten Stärken und (vielen, vielen) Schwächen... und so mag es dann auch sicherlich Zuschauer geben, die sich hier aufgrund einer gewissen Unmittelbarkeit in der Schilderung der Ereignisse noch den einen oder anderen Schock abholen können, für mich persönlich ist knappe anderthalb Dekaden nach dem "Blair Witch Project" zu diesem Zeitpunkt die Luft aus der Masche aber irgendwie schon längst raus gewesen. Um dann aber trotzdem mit "Katakomben" noch ein bisschen Spaß haben zu können, empfiehlt es sich wohl, sich über so manche Regie-Entscheidung und ein paar läppische Drehbuch-Einfälle nicht allzu sehr den Kopf zu zerbrechen, sondern das Ganze mal eher als auf gruselig getrimmtes Abenteuer-Filmchen mit auf Durchzug geschaltetem Hirn über sich ergehen zu lassen. Aber immerhin: Eine glasklare Aufwertung erfährt der Streifen nochmal ganz zum Schluss, wenn die Chose zur Abwechslung mal relativ happy endet und ganz und gar nicht so, wie es derartige Machwerke sonst immer tun (nämlich mit panischem Kamera-Gewackel, 'nem Schrei auf der Tonspur und finalem Schwarz-Bild). Also, Glückwunsch, auf den letzten Metern knapp das Mittelmaß erreicht...!
5/10