Eine neue Bekanntschaft wird für einen Geschäftsmann beinahe zum tödlichen Verhängnis.
Story:
Der Geschäftsmann Aoyama hatte vor einigen Jahren seine Frau verloren und sucht nun wieder nach einer festen Bindung. Dazu arrangiert sein Freund ein fiktives Casting, bei dem ihm vor allem Asami, eine junge Frau besonders gut gefällt. Mit ihr trifft er sich nach einiger Zeit häufiger und verfällt ihr zusehends. Er merkt nicht, dass er sich damit in eine tödliche Falle begibt, denn Asami musste als Kind so einiges durchmachen und rächt sich nun an Männern, die sich mit ihr einlassen...
"Audition" hätte ein wirklich sehr guter Film werden können, krankt aber mal wieder an zwei typischen Fehlern, die ihn unnötig schlecht machen. Zum einen dauert es einfach viel zu lange, bis mal etwas Wichtiges und/oder Spannendes passiert, zum anderen wirken die letzten 20 Minuten wie wirr zusammengewürfelt und ergeben nicht wirklich einen Sinn. Uroplötzlich erhält der Film einen Touch von Horror und lässt Asami wie ein Wesen aus einer anderen Welt erscheinen (der Gestaltwechsel...). Zum Finale hin bekommt Aoyama plötzlich Krämpfe (woher und warum auf einmal?) und wird von Asami "bearbeitet". Das sieht zwar schon richtig derb aus, will aber irgendwie nicht so recht zum Rest des Films passen. Dann wird plötzlich gezeigt, wie er wieder im Motel neben Asami aufwacht, also alles nur ein Albtraum? Nein, doch nicht, denn eigentlich liegt er noch immer hilflos auf dem Boden seiner Wohnung. Ja wat denn nu?
Neben den fast unerträglich langweiligen 80 Minuten, in denen es fast nur sinnloses Dialoggesülze zu belauschen gibt, kommen auch noch einige Personen vor, die mit der eigentlichen Handlung rein gar nichts zu tun haben. Da wären beispielsweise seine Haushälterin oder eine Kollegin im Büro, deren Dasein vollkommen unwichtig ist, da auf diese Charaktere nie tiefer eingegangen wird. Einzig auf Asami wird ein wenig näher eingegangen und man erfährt, woher sie den Hass auf Männer hat. Nur warum sie Aoyama beispielsweise im Restaurant eine Lüge über ihre Eltern erzählt und später in der gleichen (???) Szene die Wahrheit (da wären wieder die Logikfehler), will sich mir einfach nicht erschließen. So ist der Film jedensfalls weder Fisch noch Fleisch.
Fazit: Eigentlich eine gute Idee, nur an der Umsetzung mangelt's erheblich. Weniger Bla Bla, dafür mehr Tempo in der Inszenierung und nicht so ein heilloses durcheinander beim brutalen Finale, dann hätte das was werden können. So leider nicht.
2 von 10 Punkten