Review

Als ich den Film sah, wußte ich nicht genau auf was ich mich einließ. Ich hatte da einen 18er Film im DVD-Laufwerk und der Film plättscherte eine Stunde vor sich hin ohne daß auch nur das Geringste geschah, was seine Einstufung "FSK-Freigabe erst ab 18" gerechtfertigt hätte. Doch dann begann die Kamera mit einem mal "schrägere, verzerrterte" Bilder zu zeigen (ab der Stelle wo Aouyama die ehemalige Ballettschule aufsucht). Die Idee mit den surrealen Kameraeinstellungen um dem Zuschauer anzuzeigen, daß die Geschichte eben nun nicht mehr so glatt und galant weitergehen wird, wie bisher, fand ich toll. Diese Vorgehensweise erinnerte mich an die "banalen" Storys von Shirley Jackson, deren grausige Wirklichkeiten sich dem Leser auch erst so ganz langsam mit winzigen Brüchen der realen Welt offenbaren und dann ständig zunehmen. Die letzten 15 bis 20 Minuten sind dan wirklich herb. Und auf einmal kehrt alles wieder, was zuvor nebensächlich erschien (der Barmixer z.B.) und präsentiert sich in diesem verrückten Umfeld und wirkt auf diese Art und Weise selbst wieder völlig "verrückt". Ich kann den Film nur empfehlen. Allerdings nur Leuten die nicht auf reinen Splatter stehen, sondern sich auf die Figuren und ihre Motive (so verrückt diese auch sein mögen) einlassen können.

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