Review

"Audition" ist nicht schlecht, aber erfüllte dennoch nicht meine Erwartungen. "Audition" ist erst der 2. Film von Miike, den ich gesehen habe. "Dead or Alife" fand ich nicht gerade klasse, deshalb dauerte es einige Zeit bis ich mir "Audition" zugelegt habe (für 2 Euro im Ausverkauf einer Videothek).

"Audition" beginnt sehr gekonnt. Die Hauptdarsteller werden einem schnell sehr nahe gebracht. Doch die Langeweile beginnt spätestens in der Szene als X Personen sich beim Hauptdarsteller für einen Film vorstellen, der jedoch gar nicht gedreht werden soll. Der Hauptdarsteller sucht eine Frau, in die er sich verlieben könnte und findet diese auch. Dies hat später fatale Folgen.

Nun baut der Film wieder Spannung auf. Der Hauptdarsteller macht in der ersten gemeinsamen Nacht einen Fehler. Er verspricht seiner neuen Geliebten, dass er von nun an nur noch sie lieben wird. Der Zuschauer weiß nun, was ihn erwartet. Doch Regisseur Miike lässt den Film zuerst anders voranschreiten als man erwartet. Am nächsten Tag ist die Frau verschwunden. Der Mann sucht sie so lange, dass die Spannung wieder verloren geht und der Zuschauer sich langweilt. In dieser Sequenz sieht man zwar schon die ersten ekligen Details, die in Beziehung zur Jugend der Frau stehen, dienen jedoch überhaupt nicht um die Spannung zu steigern.

Letzte Wende: Die Frau dringt in einer Nacht in das Haus des Mannes ein, in der sie erwartet, dass sein Sohn nicht eintreffen wird und gibt ein Betäubungsmittel in ein alkoholisches Getränk. Die Hauptperson nimmt natürlich ein Schluck davon und der Film verläuft wieder so, wie der Zuschauer es erwartet. Jedoch muss man sagen, dass der Showdown das Highlight des Filmes ist, obwohl der Regisseur es bewusst darauf anlegt, gewöhnlich Kinogänger zu schockieren.

Die Begründung wieso die Frau ihn nun foltert und ihr letzter Satz, den sie am Ende sagt, sind absolut grandios. Auch der zynisch wirkende letzte Satz des Hauptdarstellers geht dem Zuschauer noch lange durch den Kopf. Dies sollte sich jeder Filmfan einmal ansehen, deshalb möchte ich auch nicht genauer darauf eingehen.

Letztendlich muss man jedoch sagen, dass der Film mehr langatmige Sequenzen hat, als wirklich gelungene. Die schauspielerischen und technischen Leistungen liegen in diesem Film sicher über dem Durchschnitt. Weil der Film sehr experimentell ist und teilweise noch nie gesehenes bietet gebe ich ihm
7/10 Punkte

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