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Canton, zur Zeit der Mandschu-Dynastie. Die Mandschus regieren in Canton und alle Leute die sich den Mandschus widersetzten, werden gnadenlos umgebracht. Nachdem auch die Familie von San Ta (Gordon Liu Chia-hui) getötet wird, sieht er nur noch einen Ausweg: Er flüchtet in den Shaolin-Tempel um dort Kung-Fu zu lernen, seine Familie zu rächen und der Schreckens herschafft der Mandschu ein Ende zu bereiten...
Die Geschichte ist zum teil, wirklich so geschehen wie die Mandschu-Dynastie und die Übernahme der Chinesen von Canton. Zum teil aber auch frei erfunden, wie z.B. das San Ta zufällig das 3er-Nun-Chako erfunden hat. Eine klassische, nicht besonders tiefgründige, Story die auch Leute, die sonst keine Eastern gucken, unterhalten kann.

Was die Magie dieses Filmes ausmacht, sind besonders die Trainingssequenzen. Es macht einfach Spaß zuzugucken, wie San Ta seine Aufgaben, und somit eine Kammer nach der anderen, bewältigt. Bereits der Anfang, auf einem Baumstamm über ein Wasserbecken zu balancieren, um in den Speisesaal zu gelangen, erweist sich als sehr schwer. Als einer der Mönche sieht, welches Potenzial, in San Ta steckt, bietet er ihm an, sich eine Kammer auszusuchen, mit der er anfangen will. San Ta wählt die letzte, 35te, Kammer aus, die er natürlich noch nicht bestehen kann. Also fängt er, wie alle anderen auch, ganz unten, bei der ersten Kammer, an. Jede dieser Kammern stellt, für San Ta, eine neue Herausforderung dar. Um Kung-Fu zu erlernen, muss er erstmal seinen Körper stärken. So gibt es für die wichtigsten Körperteile, wie Arme, Beine oder auch den Kopf eine eigene Kammer. Aber auch Fähigkeiten wie die Konzentration, werden trainiert. Einige dieser Herausforderungen, schafft er mit Bravour. Da er deshalb einige Kammern unterschätzt, muss er Sie wiederholen...

Da die "Ausbildung" zum Mönch, den Großteil der Geschichte einnimmt, gibt es natürlich weniger Kämpfe, als in anderen Shaw Brothers Filmen. Die sind aber, dank Liu Chia Liang, großartig choreographiert. Gekämpft wird mit allen möglichen Waffen: Lanzen, Stäbe, Schwerter oder Nun-Chakus.

Die Darsteller, allen voran natürlich Gordon Liu Chia-hui, wie Wang Yu oder Lo Lieh können, sowohl vom Schauspiel als auch vom kämpferischen her, überzeugen.
Sehr schön sind auch die Kulissen, sowohl im Kloster als auch außerhalb. Die Musik passt auch immer schön zum geschehen, ist nie aufdringlich, genau wie die Umgebungsgeräusche.

Fazit:
"The 36th Chamber of Shaolin" bietet superbe Kämpfe und tolle Trainingssequenzen. Ein Muss für jeden Eastern-Fan, aber auch alle anderen sollten sich diese Klassiker nicht entgehen lassen!

9/10


PS: Nicht umsonst gewann der Film, den "24th Asian Film Festival Award", in der Kategorie - "Best Martial Arts".

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