Brother ist ein Yakuza- Gangster Film von Regisseur Takeshi Kitano. Der Titel zeichnet schon die Bedeutung von Bruderschaft vor. Zusammenstehen bis zum bitteren Ende und doch für den anderen da sein. Die Bruderschaft in Japan verstößt den Killer Yamamoto (Takeshi Kitano), daher muss er in die USA fliehen zu seinen richtigen Bruder. Und findet dort eine neue Bruderschaft unter Kleinkriminellen vor, formt sie und macht sie zu einer bedeutenden Gangster Organisation. Mexikanische Bruderschaften und andere Feinde die im Weg stehen werden platt gemacht. Doch es gibt immer eine mächtigere Organisation von Brüdern der man im Weg steht.
Ganz im Stil der amerikanischen Gangster (Mafia) Epen legt hier Takeshi Kitano sein Werk an. Wieder ist sein Charakter ruhig und wirkt gelassen. Doch seine Aktionen sind es nicht. Gezielte Kopfschüsse sind seine Spezialität. Er ist kompromisslos in den Verhandlungen und tötet ohne Vorwarnung. Viel Blut spritzt in Brother, dazu werden Körperteile abgehackt und auch Messer zum Aufschlitzen werden verwendet. Gangster und Gewalt sind nun mal miteinander verbunden.
Bei der Gewalt liegt auch das Problem im Film. Die Szenen mit viel Blut sind sich einfach zu ähnlich. Das Leichen zu Japanischen Schriftzeichen geformt werden ist zu viel des Guten. Gefühle und Emotionen werden nur minimalistisch gezeigt. Doch so ist Kitanos Stil und an den muss man mögen. Trotz Kitanos minimalistischen Stil kann man sich normalerweise auch in seine Figuren hineinversetzten. Das geht leider bei Brother etwas verloren. Man wird als Zuschauer zum Betrachter und so leidet die Glaubwürdigkeit. Brother beginnt ganz stark, verliert aber dann an Fahrt. In der zweiten Hälfte schleicht sich eine gewisse Langatmigkeit im Film ein. Trotz oder wegen vieler blutigen Schießereien und dem Auftauchen einer albernen Gangsterbraut wirkt der Film dann eher wie eine Farce. Gegen Ende wird es wieder interessant als Yamamoto nochmals in Aktion tritt. Die Szenen in der Wüste gegen Ende des Films erinnern an diverse Showdowns aus ähnlichen Genre Beiträgen.
Der Film liefert wunderbare Bilder im Kitano Stil. Die Yakuza-Szenen in Japanisch und wenn Yamamotos Auftritte hat sind die klaren Höhepunkte in diesem Film. Gerade dass Yamamoto zu Beginn kein Englisch spricht und es trotzdem schafft eine Verbrecher Organisation aufzubauen ist wirklich ein Pluspunkt. Auch die anderen Schauspieler muss man loben.
Zum Schluss sieht der Zuschauer warum es eigentlich bei Brother geht: um Brüder. Ein ausgezeichneter Kitano, der kleine Schwächen hat aber als Gesamtheit überzeugen kann. Ein gelungenes Gangster Epos ganz nach Takeshi Kitano.