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Offenbar wurde es für "Asylum" Zeit ein weibliches Pendant zur Reihe "Expendables" zu produzieren, weshalb man hierfür alle C-Action-Ladies aus dem Moloch zog, die entweder schon im Dschungelcamp waren, oder kurz davor sind. Nun ist Regisseur Christopher Ray eher ein Mann für mutierte Haie und anderen Filmschrott und entsprechend sollte man seine Erwartungen sehr niedrig ansetzen.

Die Präsidententochter wurde entführt, da die Rebellin Ulrika (Brigitte Nielsen) die totale Macht ihres Landes anstrebt. Der US-Sicherheitsdienst unter Mona (Cynthia Rothrock) rekrutiert daraufhin vier Spezialistinnen um Klay (Zoë Bell), welche alles wieder ins Lot bringen sollen...

Die ganz großen Namen konnte die Produktionsschmiede aufgrund begrenzten Budgets natürlich nicht gewinnen, doch etwas mehr Charisma hätte man sich bis auf Kristanna Loken letztlich schon gewünscht. Nielsen spult zwar ihr routiniertes Programm der garstigen Bitch ab, doch auf Heldenseite wird mit Nicole Bilderback als Maggie Q Ersatz, Vivicia A. Fox als Quotenfarbige und Zoë Bell mit nur einem verbissenen Gesichtsausdruck verdammt wenig geboten.

Immerhin hält man sich nur selten mit dummen Phrasen auf, - jene die aufheitern sollen zünden allerdings durch die Bank nicht und auch wenn hier Frauenpower groß geschrieben wird, fallen diverse Fights reichlich unglaubwürdig aus, zumal sich die Damen augenscheinlich nicht sonderlich akrobatisch bewegen können und Rothrock schlicht zu abgehalftert daherkommt, um ihr überhaupt einen erwähnenswerten Move zuzutrauen.
Einige Ballereien fallen zumindest einigermaßen temporeich aus und auch diverse Explosionen sehen für die Verhältnisse okay aus.

Die simple Geschichte täuscht allerdings nicht über die zuweilen naive Ausführung hinweg, denn es wird auf beiden Seiten mit Kindergartenlogik vorgegangen, Sicherheitsmaßnahmen tendieren gegen Null, aber auch die mitgegebenen Spezialwaffen kommen nur begrenzt zum Einsatz, während die Kerle ohnehin nur unterhalb der Gürtellinie handeln und bewaffnete Truppen auffallend passiv herumstehen, um sich nach und nach verprügeln zu lassen.
Die Choreographie der Kämpfe ist immerhin zweckdienlich ausgefallen, eine Handvoll Gewaltszenen wie Einschüsse, Kehlenschnitt und Kopfschuss nimmt man am Rande mit und der Showdown im Flugzeug ist fast schon spannend ausgefallen.

Dennoch täuschen die flinke Erzählweise und das gute Maß an Action nicht über den B-Charakter hinweg, der den Streifen in nahezu jeder Einstellung durchzieht, zumal es keinerlei erinnerungswürdige Schauwerte gibt. Darstellerisch ist die Sache okay, der Score fällt hingegen recht eindimensional aus, nur die Ausstattung trägt zuweilen zur rauen Atmosphäre bei, obgleich etwaige Folterszenen allenfalls angedeutet werden.
Ergo sollte man den qualitativen Vergleich zu "Expendables" erst gar nicht bemühen, - es bleibt ein schlicht konstruierter Mockbuster mit einiger Naivität, strunzdoofer Handlung und mäßigen Actioneinlagen.
3,5 von 10

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