„Dark Water“ ist ein weiterer Film vom Ring-Regisseur Hideo Nakata. Von daher weiß man auch vorher schon ganz gut auf was sich man einstellen kann und der Film erfüllt diese Erwartungen dann auch. Eine mysteriöse Geschichte die auf langsam Grusel ausgelegt ist und in der uns, dank immer mal wieder eingebaute Rückblenden, langsam das düstere Geheimnis rund um das verschwundene Mädchen gezeigt wird. Dazwischen gibt es viele düstere Ereignisse die die junge Familie beuteln und besonderes Yoshimi an den Rand des Wahnsinns treiben. Spukt es nun tatsächlich oder steckt nur ihr Mann dahinter? Oder bildet sie sich doch alles nur ein? Sie war ja schließlich schon einmal in psychiatrischer Behandlung. Dark Water schafft es wirklich die Spannung bis zum auflösenden Ende zu halten und der Zuschauer darf sich bis dahin die ein oder andere eigene Auflösung zusammenreimen die dann entweder bestätigt oder verworfen wird. Das Ende selbst ist dann allerdings doch überraschend simpel und mir persönlich fast etwas zu schmalzig. Bis dahin gibt es aber wunderbaren grusel made in Japan. Begleitet von der, für diese Art der Filme schon fast als Standart zu bezeichnenden, wunderbar schaurigen Soundkulisse die sehr sparsam aber unglaublich effektiv eingesetzt wird und immer genau im richtigen Moment für den zusätzlichen Thrill sorgt. Dazu gibt es diffuse Gestalten die im gezeigten Zwielicht selbst für en Zuschauer nicht einfach aus zu machen sind und manchmal fast quälend lange Kameraschwenks bei denen wir ungeduldig darauf warten das wir doch endlich das zu sehen bekommen was die Akteure gerade so erschreckt hat. Halt all das was mich schon an Filmen wie Ring oder Jo-On so begeistern konnte. Wem allerdings diese Titel schon nicht gefallen haben, der dürfte auch mit „Dark Water“ nichts anfangen können. Auch wenn die Geschichte hier etwas einfacher zu verstehen ist als bei so manchem japanischen Genrekonkurrent.
Wie gesagt, da wäre dann noch das Ende, das mir persönlich nicht so gefallen hat, aber wohl wie so oft Geschmackssache ist. Dafür hat mir die Darstellung der zerrütteten Familie ganz gut gefallen, auch wenn dieser Plotpunkt zum Ende etwas versandet ist.
„Dark Water“ bleibt dennoch ein guter Horrorfilm, der sich alle mal zu sehen lohnt.