Review

Horror ohne einen Tropfen Blut, geht das denn? Bei Dark Water funktioniert dies zumindest zum großen Teil.


Yoshimi Matsubara ist Mutter einer 5 jährigen Tochter, Ikuko, und ist gerade mit ihrer Scheidung beschäftigt. Dazu ist sie arbeitslos und auf der Suche nach einer Wohnung.
Sie findet eine kleine Wohnung in einem Hochhaus. Nach dem Einzug bemerkt sie, dass stetig Wasser von der Decke tropft, ferner findet sie oder ihre kleine Tochter immer wieder eine rote Tasche. Yoshimi hat sie schon oft weggeworfen, aber die Tasche taucht immer wieder auf.
Kurze Zeit später entdeckt Yoshimi eine ältere Vermisstenanzeige von einem kleinen Mädchen im gelben Regenmantel. Yoshimi traut ihren Augen nicht, dass Kind hat sie in der Wohnung über ihr, woher wahrscheinlich das Wasser kommt, gesehen. Nur lebt in der Wohnung schon seit über 6 Monaten niemand mehr. In Yoshimis Wohnung passieren weitere unheimliche Sachen und auf ihre Tochter scheint davor nicht gefeit. Der Horror für Yoshimi und ihre Tochter beginnt...


Ein Film in dem es in der Tat nicht einen Tropfen Blut gibt. Hier führt eher die langsame Erzählweise hin zum harten Finale dazu, dass der Zuschauer sich nicht abwenden kann.
Recht langsam wird uns die Geschichte erzählt, man erlebt den Alltag einer alleinerziehenden Mutter, die mit den Tücken des Leben zu kämpfen hat.
Ganz langsam steigert sich der Horror und gegen Ende habe ich zumindest eine Gänsehaut bekommen, eine gewisse Szenen hat es in sich.
Die Schauspieler agieren sehr gut, besonders die Hauptdarstellerin aber auch dem Kind muss man Tribut zollen, eine sehr gute Leistung.
Mit einer guten Anlage wird man schon einige Male zum zusammenzucken gebracht, wobei dies aber auch erst gegen Ende passiert. Trotzdem wird einem nicht langweilig, denn man hat immer die Vorahnung, es passiert jetzt was und manchmal passiert es auch...
Das Ende hat mir dann nicht ganz so gut gefallen. Hier fehlt es mir an Pfiff, wobei man das Ende interpretieren kann, wie man will. Der eine wird sagen Müll, der andere wird schockiert sein, der nächste es sogar als warm betrachten. Es bleiben aber in der Tat einige Fragen offen, von denen ich wenigstens die Hälfte gerne beantwortet bekommen hätte.


Fazit: Gelungener Japan-Horror, der sicherlich dem einen oder anderen ungute Nächte beschert. Für Leute, die es schnell mal mit der Angst zu tun bekommen, kann ich Dark Water nicht empfehlen, teilweise braucht man hier schon einiges an starke Nerven.
Und für den Preis, was man so für HK-DVDs bezahlt, kann man wirklich nicht meckern.

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