Abteilung: So schlecht, dass es schon (fast) wieder gut ist.
OK, mit ein wenig Recherche / geübtem Blick, weiß man: hier gibt's Low Budget DV Ware. Der deutsche Titel ist recht Banane, der Originaltitel passend: Death Factory
Und es gibt Stereotype. Meine Güte, so viele angehäufte Stereotype gab's selten (nie???) in einem einzigen Film. Und ich denke: Die Macher wussten ganz genau, was sie da taten. Hier gibt es also ein bisschen Meta, ein bisschen zwinkerndes Auge, ein bisschen bewusstes Suhlen im Neuzeit-Trash. Aber nicht zu viel erwarten! Hauptattribut ist einfach: BILLIG. (Man konnte also gar nicht anders.) Miese CGI, Trottel-Dialoge... das Übliche. Und Titten & Blut.
Die grundlegende Story ist egal (wirklich). Interessant dagegen eine Idee im Drehbuch, welche in einem guten Film richtig was reißen könnte! Die Wiederbelebung realexistierender Serienkiller durch dämonische/satanische Böse-Böse-Kräfte.
Hier laufen also Dahmer, Gein, Gacy und Co. durch die verlassene Geisterstadt mit Serienkiller-Museum (klingt nicht schlecht, was?).
Dann kommt (nach der obligatorischen, langweiligen ersten halben Stunde) ein fröhlicher Metzel-Marathon (ohne zu starke Gewaltorgien...), welcher leider nicht optimal strukturiert ist. Trotzdem kommt echt Spaß auf; ein zwei Szenen sind dann sogar ganz stimmig realisiert, ein, zwei Jokes zünden sogar und der Karate-Showdown ist gar nicht mal sooo schlecht gefilmt.
Die deutsche Synchro ist in diesem Fall kein großer Glückslieferant. Sie ist nicht scheisse & amüsant, sondern nur scheisse. Man kann halt nicht alles haben...
Highlights: Schwarze, fette Klischee-Oma, Nippel-ab-Szene (leider SEHR kurz - NY Ripper, anyone?)
Fazit: klares GO für Trash-Freunde. Ihr wollt einen guten, ernsthaften Horrorfilm mit echten Schauspielern, ohne 80er-Klischees? Finger weg!