"Fury" ist der neue Film von David Ayer, der hier sich auf ganz neues Terrain vorwagt, bisher hat er sich hauptsächlich mit der Arbeit der amerikanischen Polizei beschäftigt. Nun schickt er Brad Pitt als Panzerkommandeur in den Zweiten Weltkrieg. Im Vergleich zu Ayers völlig misslungenem vorletzten Film "End of watch" und seinem ebenfalls problematischen letzten "Sabotage" schlägt er sich im April 1944 ganz wacker, die Inszenierung ist wieder deutlich verbessert, kein Vergleich zu dem hysterischen Elend von "End of watch". "Fury" ist bei aller Dramatik deutlich entspannter gefilmt, hier gibt es Actionszenen die man wirklich nachvollziehen kann. Dazu gibt es gute Darsteller und glaubwürdige Locations, trotz englischer Drehorte. Leider hat der Film ein Problem: Die Story ist wenig originell, ja ziemlich vorhersehbar, dazu kommt am Ende ein übertriebenes Mass an Sentimentalität, so dass letztendlich doch nur ein mittelmaessiger Film bleibt. Ayers Bester ist und bleibt der unterschätzte "Street Kings" und sein bestes Drehbuch logischerweise "Training day" kurz vor "Dark blue". Damals dachte ich da kommt ein wirklich Grosser, leider haben seine Filme in Eigenregie seither das nicht bestätigt.