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Abt. fliegende Fische die zweite

Fin und April, die beiden Überlebenden des Sharknado in Los Angeles, sind unterwegs nach New York. Ihr Flugzeug gerät in ein Unwetter, das sich wie damals über dem Meer mit Haien vollgesogen hat. Sie traktieren das Flugzeug derart heftig, dass Fin es nur noch gerade so gelandet kriegt. Doch in den Straßen von New York wird es nicht besser.

Schlefaz auf Tele 5 bescherte mir einen lustigen Freitag, in dem sie Sharknado Teil eins und zwei mal eben hintereinander weg auf die Menschheit losließen. Ich bin mir nicht ganz sicher ob der trashige Vorgänger genügend Dollar eingespielt hat, aber ein schlappes Jahr danach schickte man wieder Tornados los, in denen sich gefräßige Haie aller Couleur tummeln, mit dem Unterschied das diese jetzt nicht in Kalifornien sondern in New York runterrieseln. Tja, die Gallier hatten Angst, das ihnen der Himmel auf den Kopf fallen könnte, aber wie uns dieser wissenschaftlich fundierte Tierfilm lehrt, hat auch der Big Apple sein Kreuz zu tragen.
Schön das wir unsere Helden aus dem ersten Teil wieder dabei haben. Tara Reed schickt wieder ihre Bewerbungsunterlagen für die goldene Himbeere ab, während Ian Zierling immerhin eine gewisse Spielfreude ausstrahlt. Verwunderlich dafür umso mehr, das sich eine ganze Fuhre an Gaststars in den Cast eingetragen haben. Da stromert auf einmal Kelly Osbourne durchs Bild, aber auch Leute wie Robert Hays,Andy Dick, Richard Kind, Vivica A Fox (Baby, die Jahre seit Kill BIll haben dir nicht gutgetan), Kari Wuhrer und und und. Ich frag mich wirklich, wie die Produzenten so einen Haufen einigermaßen bekannter Namen für die grützige Fortsetzung eines Grützefilms.
Die Story ist natürlich um keinen Pfifferling besser geworden, sehr selektiv vorgehende Tornados, die sich gezielt Haie zum herumwirbeln aussuchen. Diese beißen sich zunächst munter durch eine Passagiermaschine in der natürlich auch just unsere Helden durch die Lüfte segeln, nur um dann später auch harmlos flanierende Passante von oben den Kopf abbeißen dürfen. Die CGI stammt wie immer aus einem Taschenrechner in dem sich die Computerchips noch mit Rauchzeichen verständigen, sind aber sogar einen Tacken besser als noch bei Teil 1.
Ernst nehmen kann man die Nummer sowieso kaum und spätestens als sich Held Fin über beide Filme als Universalgenie outet, surfen lehrt, eine Bar führte, sogar als Pilot und Scharfschütze taugt ist ja schon ne dolle Geschichte, aber das er dann auch noch mit der Kettensäge Haie von innen plättet, wie eine Mischung aus Brain Dead und Ash, kann man das Geschehen wirklich nur noch als Parodie werten. Erst recht als irgendjemand einen Satz fallen läßt, das die Viecher mit fünf Inch pro Stunde vom Himmel fallen, was eine Geschwindigkeit von 0,00127 Kilometer pro Stunde entspricht, kann man eigentlich nur noch debil kichern oder bitterlich weinen.
Bleibt eigentlich nur das Fazit von Teil eins zu wiederholen. Wer hier einen ernsthaften oder spannenden Haireißer erwartet, wird von der Knorpelfisch-Flugshow ganz schön enttäuscht werden. Mit ein paar Bier im Kopf und ein paar guten Kumpels kann man aber ordentlich Spaß haben. Trashfreunde können bedenkenlos zugreifen, besonders als Doppelvorstellung zu empfehlen, erst recht wenn Oliver Kalkofe und Peter Rütten den Quark noch süffisant kommentieren.
5/10

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