Review

Ob sich die Regeln des Slasherfilms jemals ändern?

Ich kann ehrlich gesagt überhaupt nicht mehr sagen, wie vielen Studenten ich schon dabei zusehen musste/durfte wie sie von maskierten Killern gerichtet worden sind.
Im von David Worth gedrehten "Hazard Jack" kommen noch eine Handvoll dazu...

Story: (falls man die noch großartig erwähnen muss...)
Der ehemalige Afghanistan Veteran Jack hat es nicht leicht.
Geplagt von immer wieder kehrenden Flashbacks, verliert der arme Kerl nach mehreren Verstößen gegen Dienstvorschriften seinen Job auf´m Bau. So fühlt er sich Gesellschaftsunfähig und zieht sich zurück in ein stillgelegtes Krankenhaus.
Als hätte er nicht schon genug Probleme, entschließt sich ein Partyfreudiges Sammelsurium aus Studentendumpfbacken dazu sein Wahlzuhause für eine feuchtfröhliche Paintball/Kiff und Vögelparty zu nutzen. Das gefällt dem Jack so gar nicht und so beginnt des Morden.

"Hazard Jack" ist einer dieser Filme, welchen ich, wenn ich einfach nur das Cover gesehen hätte mit sehr hoher Warscheinlichkeit einfach nur ignoriert hätte. Doch dann ließt man in einer Zeitschrift das dieser Film genau das richtige sei für Fans von "Hatchet" und auch "Laid to rest". "Man man man" dachte ich mir in freudiger Errinerung an die beiden erwähnten Streifen, "das muss ich sehen".
Naja... jetzt hab ich es gesehen und die gut 80 Minuten meines Lebens sind dahin...Was ein viel größerer Horror ist als das was hier geboten worden ist... denn diese 80 Minuten hätte ich durchaus sinnvoller nutzen können.

Stattdessen habe ich einen wirklich billig wirkenden No-Brain Horrorfilm gesehen, der keinerlei Spannung, eine wirklich grottige Optik, Schauspielerische Anti-mimen und Klischees bis zum Abwinken aufweist.

Klar, man sollte bei Slasher und Splatterfilmen bei einigen von diesen Punkten sowieso nicht viel erwarten, aber ein bisschen mehr Mühe darf man sich wirklich geben.

Dabei hätte mir der Name David Worth eigentlich schon eine Warnung sein sollen... In den 90ern noch als Regisseur von recht soliden Martial-arts Actionern wie "Kickboxer" oder "Chain of Command" tätig gewesen, haben einige seiner letzten Projekte so "klangvolle" Namen wie "Shark Attack 2 und 3" und "Air Strike" welche man getrost in die Tonne treten kann.
Sein Slasherdebut ist da zwar ein klitze kleines bisschen besser, aber wirklich nicht viel...

Doch was rettet schlechten Slasher meist noch so ein bisschen?
Genau. Titten und Blut...
Und davon gibts hier zumindest so ein bissl.
So dürfen sich mehrere der Damen ihrer Oberteile entledigen und dürfen ( in einer viel zu langen und lahmen) Partyszene mit ihren Silikongepimpten Glocken in die Kamera wackeln und ein bisschen gepimpert wird auch noch. 
Während diesen Szenen und auch den anderen in welchen die Studenten miteinander agieren kommt nichtmal der kleinste Funke an Sympathie auf und das warten bis der Killer endlich zuschlägt wird zur Qual... Da hab ich schon deutlich sympatischere und charismartische Sportasse, Nerds und Finalgirls gesehen...

Nach ein bisschen mehr als 30 Minuten schlägt er dann endlich zu der Jack...
Und das macht der stämmig bullige mit Schweißermaske vermummte Killer wenigstens ganz nett.
So kommen Sägen, Flammenwerfer, Nagelpistolen und ähnliches zum Einsatz. 
Die Morde sind hierbei recht blutig ausgefallen und CGI kommt eher selten zum Einsatz.
Leider wirken einige der Morde recht billig und amateurhaft trashig inszeniert so das in meinen Augen keinerlei Intensität zu Stande kommt.
Der Showndown welcher normalerweise nochmal ein Highlight in solch einen Film setzen sollte, entäuscht dann vollends....

Fazit:
"Hazard Jack" welcher hier in Deutschland nur gekürzt erschienen ist ( ein Mediabook wird wohl nicht lange auf sich warten lassen), ist ein Slasher den man getrost ignorieren kann. Langweilig, Zäh, voller Klischees, ohne Atmosphäre, gespickt mit schlechten Schauspielern retten auch die recht harten Effekte den Film nicht.
Dafür das die meisten Effekte wenigstens Handmade sind gibts nen Extrapunkt, So das es der Streifen gerade so auf 2,5 Punkte schafft.

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