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Eigentlich wird es mal wieder Zeit, einen richtig grobschlächtigen Killer im Genre des Slashers zu etablieren, doch der von Regisseur David Worth kreierte Fiesling erinnert zu sehr an den von „Sweatshop“. Ärgerlicher noch: Bei seinem Treiben kommt keine Spannung auf.

Eine Gruppe junger Leute um Stella und Earl wollen in einem verwaisten Hospital Paintball spielen, doch dazu kommt es erst gar nicht, da einen hünenhafter Kerl die Gruppe reihum dezimiert…

Als Motiv wird eine posttraumatische Störung verdeutlicht, die der arme James beim Einsatz in Afghanistan davongetragen hat. Erst verliert der Bauarbeiter seinen Arbeitsplatz, dann offenbar seine Stimme, denn der böse Wicht grunzt unter der Schweißermaske und spricht wie viele seiner Vorbilder kein Wort. Dafür labern die potenziellen Opfer umso mehr, leider wenig Niveauvolles.

Die Synchro ist bei alledem erträglich, die vielen Softsexszenen mit üblen Silikoneinsatz und hohlen Bemerkungen weniger. Entsprechend kristallisieren sich eher die Außenseiter positiv heraus, denn von den Posern möge bitte keiner überleben. So vergeht schließlich weit über eine halbe Stunde, bis Jack erstmals zuschlägt und das auch nicht übermäßig explizit.

Mal abgesehen von einer von der FSK arg verstümmelten Fassung, bei der teilweise das Schicksal mancher Teens völlig offen bleibt, geht der Peiniger nicht allzu drastisch zu Werke. Es gibt Enthauptungen, den Einsatz eines Bohrers, einen Axtwurf ins Gesicht, eine menschliche Fackel und ein paar Schläge. Die Effekte sind weitgehend handgemacht, am Rande wird mit CGI nachgeholfen. Die Qualität ist eher zweitklassig und sonderlich einfallsreich wird ebenfalls nicht dahingesiecht.

Nun könnte die Atmosphäre eines leer stehenden Hospitals noch ein wenig kaschieren, doch hier will kaum Stimmung aufkommen. Das liegt einerseits an fehlenden Requisiten, die das Interieur nach Krankenhaus aussehen lassen und andererseits daran, dass sich die Gruppe über weite Strecken in nur einem kargen Raum aufhält und sinnfrei rummacht.

Der Mangel an mitreißenden Konfrontationen macht sich letztlich gegen Finale bemerkbar, als kurz vor Schluss alles übers Knie gebrochen wird, bevor überhaupt ein richtiger Showdown steigt. Das unterstreicht die Einfallslosigkeit des Treibens erneut, bei dem bis zuletzt kaum ein Mitfiebern gegeben ist.

Zwei, drei Mimen performen unterm Strich passabel, der Rest müht sich hingegen vergeblich. Die Sounduntermalung geht mit seinen dumpfen Hüllkurven in Ordnung, nur ist die Kamera zuweilen zu hektisch, während der Einsatz einiger Farbfilter mitunter überstrapaziert wird.
Insgesamt also ein nicht sonderlich professionelles Machwerk, welches von Genrefans bedenkenlos ausgelassen werden kann.
3 von 10

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