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Irgendein Kraftlackel der Marke "Hirn in den Oberarm gerutscht" steht im Büro seines Vorgesetzten: der macht ihm gerade klar, daß seine Ausbrüche (welcher Art auch immer) gegen die Regeln verstossen - daher muß er ihn entlassen. Der Kraftprotz, es ist der titelgebende Hazard Jack, zerquetscht fast seinen gelben Helm und verzieht sich. Gleichzeitig berät eine Gruppe Studenten, die sich gegenseitig mit pubertären Sprüchen dissen, wohin es zur nächsten Party gehen soll - die Wahl fällt auf ein verlassenes Krankenhaus. Schnell sind noch ein paar Freunde zusammengetrommelt, und schon kanns los gehen: Am frühen Abend wird das verschlossene Tor aufgebrochen, und die nacheinander eintreffenden Freunde machen sich dann über das Buffet her, danach folgt ein Paintball-Wettbewerb. Dummerweise haust in diesem Krankenhaus aber der Hazard Jack, und der macht die jungen Leute einen nach dem anderen platt...

Es ist nicht nur das stinklangweilige Drehbuch, das den Film so schlecht macht, sondern auch die lieblose Präsentation der schauspielerischen Flachpfeifen, die einen ein ums andere Mal an ein vorzeitiges Abschalten denken läßt: Zu keiner Zeit kommt irgendeine Spannung auf, und die Darsteller bemühen sich auch gar nicht erst, Angst oder Beklemmung zu zeigen. Stattdessen präsentieren drei der Mädels zu langweiliger Dancefloor-Mucke ihre Silikonimplantate. Danach werden zwei Teams gebildet (eins mit roten und eins mit blauen Stirnbändern) die bis Mitternacht gegeneinander spielen sollen. Aber ans Spielen denkt sowieso keiner, weil sich die drei Silikonmädels mit je einem Großkotz zum bumsen zurückziehen; die anderen jeweiligen Zweierteams quatschen miteinander oder legen sich überhaupt schlafen - toller Sportsgeist übrigens. Zwei Angebertypen, zwei blonde Silikontussen, eine Asiatin, ein Schwarzer, eine auf häßlich getrimmte Lesbe, zwei Normalos, eine Blondine als Final Girl und ein schwules Koch-Pärchen mit "kiss me i´m jewish"-Schürzen - die meisten von ihnen erwischt der Hazard Jack, der grundsätzlich nur grunzt, sein Gesicht nie zeigt, dafür aber immer schön brav seine Heimwerker-Ausrüstung in die Kamera hält. Schade daß er nicht alle erwischt hat, aber bei den durchweg uninteressanten Charaktären ist das auch schon egal.

Keine Überraschung, keine sonderlich blutigen Kills (die man nicht wesentlich besser gemacht schon aus anderen Filmen her kennt), dämliche Dialoge, die Perspektive des Killers mit grünen Filtern und nerviger Wackelkamera dargestellt gibt sich Hazard Jack - Slasher Massaker als besonders miserables Exemplar seines Genres. Das niedrige Budget ist dem Film von Anfang an anzusehen, die Location ohne irgendwelche ärztlichen Gerätschaften entspricht eher einer alten Schule als einem Krankenhaus, die finale Explosion ist mit billigstem CGI-Feuer getrickst und sämtliche Hintergründe des Geschehens (von ein paar verwackelten sekundenkurzen Filmschnipseln aus Kriegsgebieten, die Hazard Jacks posttraumatiscche Störung darlegen sollen, mal abgesehen) bleiben ohnehin im Dunklen. Dazu kommen noch einige Logik- und Anschlußfehler wie jener, als der Baustellenkiller das final Girl umhaut, dieses aber in der nächsten Szene gleich wieder vor ihm flieht oder der Umstand, daß der Film abends spielt, die Übriggebliebenen dann aber bei hellstem Sonnenschein (wtf?) weitermachen...
Mit einigen wenigen humorvollen Einlagen hätte man die dröge Story im Sinne von "Wir haben zwar kein Budget, können aber wenigstens über uns lachen" vielleicht etwas aufpeppen können, aber darauf wartet man ebenso vergeblich wie auf irgendeine Szene, die einem länger im Gedächtnis bleiben könnte.
Ein jämmerlicher Versuch, auf der immer noch nicht ganz verebbten Slasherwelle mitzuschwimmen: belangloser Müll, reine Zeitverschwendung. 1 Punkt.

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