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Eine junge Rechtsanwältin (Ewa Strömberg) besucht eine verführerische Gräfin (Soledad Miranda), die sich als Gestalt aus ihren Träumen entpuppt. Sie gibt sich ihrer Gastgeberin hin, ohne zu ahnen, dass sie einem Vampir erliegt…

Ein auf Film gebannter Wachtraum, der mit hypnotischen Bildern und tranceartiger Musik in langen Stimmungssequenzen schwelgt, die ein irreales Lebensgefühl einzufangen versuchen, das durchdrungen ist von der allgegenwärtigen Ahnung, dass jenseits von Arbeits- und Beziehungsalltag noch ein Reich der unverwirklichten Träume existieren muss. Wie ein Abgesandter aus diesem Traumreich erscheint der weibliche Vampir, klopft an die Tür der Normalität und erbittet Einlass, wird aber wegen seiner mit der Gewohnheitswelt unvereinbaren erotischen Anziehungskraft als Bedrohung empfunden, die es zu bekämpfen gilt. Die freizügige Gesinnung des Filmes spiegelt sich in der Kette unglücklicher Ereignisse wider, die der Abwehrkampf der Anwältin gegen die Gräfin nach sich zieht, eine furchtbare Tragödie, die nicht die Begierde als Unheil erscheinen lässt, sondern ihre Verdrängung. Ein trotz modischer Selbstgefälligkeiten und wiederholter Weitschweifigkeit atmosphärisch reizvoller und erfrischend querdenkerischer Trip.

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