Kampfkunstperle aus Korea mit großartiger Hutmode. Wobei es sich klar um ein Kampfkunst-Drama handelt, nicht um ein Action-Spektakel.
Soll heißen, die Geschichte steht im Vordergrund, die, auch wenn sie letztlich nicht viel Neues bietet, doch so gut erzählt wird, dass man das zunächst gar nicht merkt.
Die Darsteller sind klasse, vor allem Jung-woo Ha, der sich als Hauptdarsteller entpuppt - der Film nimmt ein wenig Anlauf und es wird nicht sofort klar, worauf's hinausläuft - und Dong-won Kang, der einen fabelhaft charismatischen Villain abgibt. Umständlich oder gar langweilig ist das alles aber trotz 137 Minuten Laufzeit nie.
Die Fights sind mitreißend und bleiben bodenständig - niemand fliegt durch die Luft. Der Härtegrad ist stimmig, wenn nötig, werden Kehlen durchschnitten, die Gewalt wird aber nicht selbstzweckhaft überbetont.
Die historische Ausstattung ist liebevoll, die Kameraarbeit erlesen, die Musik wie aus einem Italowestern. Überhaupt kann man sich "Kundo - Age of the Rampant" ganz leicht als Western vorstellen.
Und dann sind die noch die tollen Kopfbedeckungen, durch die ständig gefilmt wird, weil immer wieder Hüte mit transparenter Krempe getragen werden. Hab ich so auch noch nicht gesehen. Eine fette Sieben mit Tendenz zur Acht.