In der Tat, es handelt sich bei "The House next Door" um im besten Sinne bloße Konfektionsware, welche überdies im TV-Format daherkommt und folgendes bietet: Einen sattsam bekannten Plot, Spannungselemente für Vorschul-Kids, dazu einen unangenehm dröhnenden Klangteppich im Hintergrund. Und dennoch funktioniert der Film auf seine verquer ureigene Weise; sei es, weil hier schieres Mittelmaß auf Bemühtheit trifft und deshalb keinen Negativ-Wert gebärt; oder aber es ist allein den Darstellerleistungen der weiblichen Akteure (allesamt überzeugender agierend und zudem noch mit wirklicher Attraktion gesegnet) zu verdanken, daß hier kein vollständiger Absturz in Bodenlose unterhalb des kritischen Schwellenwertes vorliegt.
Insgesamt: nichts wirklich filmgeschichtlich Relevantes, sondern eher etwas für die heimische Rekonvaleszenz auf dem Sofa nach Gehirnerschütterung oder Schleimbeutelentzündung im Ellenbogen. Einige nette Gesichter, eine ziemlich verbrauchte Story und nach Spannungs-TV-Schema-F abgenudelte Bilder gibt es zu goutieren. Und, naja, um ehrlich zu sein: käme Sean Young auf ihre alten Tage nicht noch immer so sexy daher, wer weiß, vielleicht gäbe es nicht einmal die hier vergebenen 4/10.