Das junge Ehepaar Lori und Tom zieht von der Großstadt Chicago aufs Land. Dort fühlen sie sich sicher und wollen ihre schreckliche Vergangenheit hinter sich lassen. Die neuen Nachbarn, Carl und Helen, machen zunächst einen sehr netten Eindruck, doch bald häufen sich die Anzeichen dafür, dass Carl ein skrupelloser Killer ist.
Und mal wieder ein Beitrag aus dem Königreich der belanglosen TV-Thriller. Belanglos deswegen, weil über die knapp 90 Minuten eigentlich wenig bis gar nichts passiert, die Musik spielt unheilschwanger im Hintergrund, aber Spannung oder gar Thrill kommt nie so recht auf. Zu behäbig wird das ganze Setup aufgebaut, Frau ist allein zu Haus und verdächtigt den Nachbarn seine Frau abgemurkst zu haben. Logisch das ihr keiner glauben will, auch der Polizeichef ist ein alster Kumpel des Nachbarn und unternimmt zunächst mal gar nichts. Irgendwie kann ich ihn aber auch verstehen, nachdem die gute Lori das vierte Mal innerhalb kurze Zeit hysterisch bei der Polizei anruft, würde ich an seiner Stelle auch besser schonmal profilaktisch die Zwangsjacke aus dem Keller holen.
Lediglich ihre beste Freundin mag ihr Glauben schenken und beide Miss Marpeln sich hinter das Geheimnis des undurchschaubaren Nachbarn (und wird zur Belohnung dafür auch umgebracht). Ganz klar das sie natürlich Recht hat und der unsympathische, dominante Nachbar Carl Schmidt (aha, wir Deutschen bekommen auch unser Fett ab) die sprichwörtlichen Leichen im Keller. Dabei läuft alles so unaufgeregt vorhersehbar ab, das so richtiges Interesse nicht aufkommen mag. Bis auf die letzte Viertelstunde kann man getrost vorspulen, ohne wesentliches zu verpassen. Der Cast ist zwar mit einigen prominenten Nasen versehen, aber glänzen kann von der Truppe so recht niemand. The House next Door geht bestenfalls noch als Thriller für Herzschwache durch, alle anderen die zB schonmal sowas wie Se7en gesehen haben, werden Mühe haben das Gähnbedürfnis zu unterdrücken.
3/10