Review

Tusk erzählt die bizarre Geschichte eines Podcasters, der immer auf der Suche nach skurrilen Geschichten ist und eines Tages von einem eigenartigen Mann eingeladen wird, der angeblich im Rollstuhl sitzt. Was als harmlose Begegnung beginnt, entwickelt sich schnell zu einem absoluten Albtraum.

Der Gastgeber ist besessen davon, seinen Gast in ein Walross zu verwandeln. Stück für Stück entfernt er ihm die Beine, betäubt ihn und arbeitet an einem grotesken „Fleischkostüm“ mit Stoßzähnen und allem Drum und Dran. Die Umsetzung ist dabei so widerlich und ekelhaft, dass man sich kaum abwenden kann.

Ich habe schon viel Body-Horror und Splatter gesehen, aber die Darstellung dieses ekelhaften Kostüms und der gesamten Verwandlung ist so speziell und intensiv, dass sie selbst erfahrene Horror-Veteranen erschüttern kann – vor allem im Zusammenspiel mit der bedrückenden Atmosphäre und der ausweglosen Situation.

Der Film will eigentlich eine schwarze Komödie sein, schafft es aber nicht, Humor rüberzubringen – stattdessen überwiegt das Entsetzen. Es ist ein unfassbar krankes Szenario, das zeigt, wie weit der menschliche Wahnsinn gehen kann. Zum Ende hin ist der Protagonist so mit dem Kostüm verwachsen, dass eine Rückkehr zum Menschsein unmöglich scheint. Trotzdem bewahrt er sich ein kleines bisschen Menschlichkeit – das Weinen am Ende ist ein erschütternder Moment.

Tusk ist definitiv nichts für schwache Nerven. Der ekelhafte Body-Horror und die absurde Geschichte fesseln, auch wenn sie verstören. Man kann den Film nicht als schlecht bezeichnen, denn er macht genau das, was er soll: Schocken und entsetzen.


Fazit

Ein skurriler, verstörender Film, der in Erinnerung bleibt, aber nicht jedermanns Geschmack trifft.

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