Man kann sich gar nicht vorstellen was für einen Begeisterungsanfall ich bekam als ich erfuhr das es ein Sequel zu „Hitcher - Der Highwaykiller“ soll (klingt ironisch??? Ist auch so gemeint)
Nun habe ich das Ding „endlich“ gesehen und bin nicht einmal enttäuscht, was wohl vor allem daran liegt das ich mit einem Haufen Mist gerechnet habe.
Die ist fast identisch mit Teil 1. Jim Halsey (wieder gespielt von C Thomas Howell) ist mittlerweile Cop, der allerdings aufgrund seiner Schiessgeilheit beurlaubt wird. Zusammen mit seiner Freundin macht er sich auf nach Texas um einen alten Bekannten zu besuchen. Unterwegs nehmen die 2 gegen den Willen von Jim einen Anhalter mit. Dieser entpuppt sich als Psycho und die Hetzjagd beginnt erneut.
Die erste Sache die mir etwas „seltsam“ vorkam ist die Tatsache das Halsey es geschafft hat Cop zu werden, obwohl er wohl doch ziemlich offensichtlich einen Knacks abbekommen hat, aber egal....
Zu Anfang ist der Film noch ziemlich unspektakulär und man wartet eigentlich nur darauf, dass endlich der Hitcher auftaucht. Die Ernüchterung ist natürlich groß als dann endlich der Mann im Mantel auftaucht und sich als junger Bursche, ja nahezu als Sunnyboy entpuppt. Es fehlt einfach an der fies-dämonischen Ausstrahlung die Rutger Hauer im Original zeigte. Irgendwie hat dieser Hitcher eh nicht fiel mit dem aus Teil 1 zu tun. Die Psychospielchen wie zB die Sache mit den Münzen oder dem „Ich will tot sein“ sind nur noch ansatzweise enthalten. Dafür darf man bewundern wie sich der Psycho unter anderem als Koch verkleidet (na toll).
Über die C Thomas Howell und die von ihm verkörperte Figur Jim Halsey habe ich nicht viel zu meckern, außer der Tatsache das wie bereits erwähnt trotz der psychischen Verfassung Cop wurde. Die Paranoia wird überzeugend dargestellt und das ist halt die Hauptaufgabe bei der Darstellung dieser Figur.
Natürlich konnte man sich gewisse Anspielungen auf den ersten Teil nicht verkneifen und so bekommt man eine Kopie der „Hund mit Hand Szene“ und auch eine die sehr stark an den Abgang von Jennifer Jason Leigh erinnert.
Letztendlich präsentiert sich der ganze Streifen als ein Remake auf Sparflamme, in dem weder der Gejagte und erst recht nicht der Jäger an die Klasse des ersten Teils anschließen kann und der letztendlich zu einem schon fast lächerlichen Showdown führt, welcher mich doch irgendwie an Rambo 3 (kein Scherz) erinnert.
Fazit:
Verschwendetes Zelluloid. Hitcher 1 ist ein klasse Streifen und hat diese Fortsetzung nicht verdient. Nicht einmal ein „cooler Abknallspruch“ bleibt dem Zuschauer erspart.
4 von 10 Punkten