-SPOILER-
Im Jahr 1986 entstand einer der besten Thriller der 80er Jahre, in dem der damals noch recht junge C.Thomas Howell sich mit einem wahnsinnigen Anhalter, genial gespielt von Rutger Hauer, herumschlagen musste. Der Film hat bis heute nichts von seiner Intensivität und schweißtreibenden Spannung verloren. Warum man sich nun, 17 Jahre danach, entschlossen hat eine Fortsetzung zu drehen, wird wohl für immer das Geheimnis eines Geldhungrigen Produktionsplaners bleiben. Das der Film nicht an das Original herankommt dürfte wohl jedem von Anfang an klar gewesen sein, aber das es so dermaßen daneben geht, damit war nicht umbedingt zu rechnen.
Dabei beginnt der Film sehr vielversprechend. So wird dem Zuschauer in der Anfangssequenz schön aufgezeigt, wie mit seinen Erwartungen gespielt wird. Leider war es das dann aber auch schon mit Einfallsreichtum. Denn was dann folgt ist eine Story wie es sie schon zu Tausenden gab. Jim Hansley (ein sichtlich gealterter C.Thomas Howell) und seine Freundin Maggie (Kari Wuhrer) befinden sich auf der Reise zu dem Mann der Jim, damals vor 10 Jahren als einziger geglaubt hatte, und von dem er sich erhofft, das er ihm hilft, endlich mit den Ereignissen fertig zu werden. Dummerweise nehmen sie aber in einem Sandsturm den Anhalter Jack (Jake Busey) mit, der sich - oh Wunder - als wahnsinniger Killer rausstellt und das macht was wohl der Hauptjob jedes Serienkillers ist: er bringt irgendwelche unschuldigen Leute um. Die Polizei vermutet nun natürlich das es Maggie und Jim waren und so folgt nun der Film immer dem selben Schema:
Maggie (Jim ist inzwischen, ebenso wie die Karriere von Howell, gestorben) taucht irgendwo auf, stellt fest das Jack schon da war und einige Leichen hinterlassen hat und darf kurz drauf erleben wie die Cops auftauchen alles kurz und klein schießen und anschließend ihr die Schuld für die Morde geben. So läuft das dann den Großteil des Films, bis es am Ende zu einem Duell zwischen Truck und Flugzeug kommt, das dem Film dann vollends den Rest gibt.
Der Film strotz nur so vor Logischen Fehlern und Situationen wo man sich einfach nur noch wundern kann wie die Charaktere so dermaßen bescheuert reagieren können. Zwischendurch gibt es immer mal wieder, vollkommen unpassende, Hommagen an das Original, die aber auch eher lächerlich wirken, so etwa wenn Maggie den Killer am Schluss Vierteilen will, anstatt aber einfach aufs Gaspedal zu treten lieber einen Sandsack aufs Bremspedal legt und drauf wartet das der Sand rausläuft.
Optisch hat man sich zwar einiges einfallen lassen, aber auch das ist nicht neu und gab es schon um längen besser zu sehen. Egal ob es nun der Filter ist, der den Bildern einen schmutzig braunen Look gibt, oder die Zeitraffer aufnahmen von Wolken und Wüstenszenen, die verdächtig an Oliver Stones U-Turn erinnern. Ansonsten gibt es einige nette Kameraperspektiven das war es dann aber auch schon.
Die Schauspieler beschränken sich auf das was man von einer solchen Rolle erwarten kann. Kari Wuhrer schaut meist verzweifelt und Jake Busey macht das was er in allen Filmen macht: er grinst.
Abschließend bleibt somit ein Film, der mehr als nur überflüssig ist, und eine Story präsentiert, die vor logischen Fehlern und Ungereimtheiten nur so strotzt. Da passt dann auch das Ende, in dem Maggie zwar den Killer in die Luft sprengt aber dadurch ja nun absolut nichts gewonnen hat, da sie ja nach wie vor die Hauptverdächtige für alle Morde ist.
Da schau ich mir lieber das Original an und versuche diesen Schwachsinn zu vergessen.