Joe Dante schenkte Horrorfans und Freunden von Komödien einige erinnerungswürdige Werke wie "Das Tier", "Meine teuflischen Nachbarn" und natürlich den Doppelpack "Gremlins". In den letzten Jahren wurde es eher ruhig um Dante und sein "The Hole" konnte nur bedingt überzeugen. Dem Drehbuch von Alan Trezza, welcher vor einigen Jahren einen Kurzfilm mit selbigem Inhalt verfasste, mangelt es primär an kreativen Einfällen und Charme.
Max (Anton Yelchin) ist ein zurückhaltender Nerd, der in einem Shop für Horrorartikel arbeitet. Seine Beziehung zu Evelyn (Ashley Greene) leidet jedoch, da diese als Öko-Bloggerin, Veganerin und dominant kontrollierende Zicke schlicht zu anstrengend ist. Gerade will Max die Beziehung beenden, da wird Evelyn vom Bus angefahren und stirbt. Dumm nur, dass die beiden im Horror-Shop einen Treueid schworen und ein teuflischer Geist dafür sorgt, dass Evelyn als Zombie zurückkehrt, obgleich Max gerade mit der sympathischen Olivia (Alexandra Daddario) anbandelte...
Es hätte eine Dreieckskomödie der speziellen Art werden können, denn das handwerkliche Potenzial ist bei Dante in Form von solider Kameraarbeit und meist gelungener Schnitte unverkennbar. Doch die Charaktere sind klischeebeladen, das Erzähltempo fällt viel zu moderat aus, während zündende Gags trotz zahlreicher Referenzen und Querverweise zu Genreperlen meistens ohne Pointe eingestreut werden.
Es mangelt an Situationskomik und nur die Empathie gegenüber Max vermag Sympathiepunkte einzuheimsen.
Das Make-up ist indes recht gelungen, die wenigen Gewalteinlagen überzeugen aufgrund weniger CGI und auch die musikalische Untermalung punktet durch einige situationsbedingt passend platzierte Songs. Doch das Gesamtergebnis mutet eher wie eine seichte Horrorkomödie an, welcher im Endeffekt der Pep und die Spritzigkeit fehlen.
Die kleinen Turbulenzen unterhalten zwar halbwegs und darstellerisch wird solide Kost geboten, jedoch fällt "Burying the Ex" zu selten witzig oder gar spannend aus, um ihn unterm Strich empfehlen zu können.
Sympathisch ja, der Mangel an zündenden Einfällen macht sich allerdings an allem Ecken und Enden negativ bemerkbar, wodurch der Dreierkonstellation, bestehend aus Mensch-Zombie-Mensch der notwendige Drive abgeht.
Joe Dante und Chris Columbus haben bei "Gremlins" wunderbar funktioniert, - vielleicht sollten sich die beiden noch einmal zusammenraufen...
Knapp
5 von 10