Review

Was haben die meisten Computerspielverfilmungen gemeinsam! Richtig, allesamt grottenschlecht! Wing Commander ist hier keine Ausnahme. Leider, denn richtige Sci-Fi Reißer mit feinen Weltraumschlachten sind heutzutage ziemlich rar geworden. Die meisten Filme aus dem Science-Fiction Genre sind im Grunde nur Krimis oder Thriller die halt mal in der Zukunft spielen (Minority Report, Paycheck oder I, Robot), aber richtige "böse Außerirdische vs. gute Menschen“ gekloppe im den Weiten des Alls sucht man heute leider vergeblich, wenn man von den Dauerbrennern STAR WARS oder STAR TREK mal absieht.

Wing Commander erfüllt die oben genannten Bedingungen zwar, aber auf eine derart dilettante Weise das man jeden Spaß am Zusehen verliert.
Da das, was sich Story schimpft bereits aus der Inhaltsangabe oder aus anderen Reviews bereits bekannt sein dürfte erspar ich mir diese hier.
Also was ist gut an diesem Film? Nicht viel! Die Weltraumszenen sehen eigentlich ganz nett aus, aber nur wenn grad nicht gekämpft wird denn da wird deutlich dass das Geld bei der Produktion ziemlich knapp war. Die Explosionen sehen in manchen Zwischensequenzen in PC-Spielen noch besser und spektakulärer aus als hier. Doch nicht nur das! Die Kulissen schreien vor Künstlichkeit und sehen in dem 20 Jahre älteren ALIEN noch besser und vor allem stimmungsvoller aus. Auf der Brücke der “Tigerclaw“ verlaufen Rohre die aussehen wie lackierte Abwasserrohre aus dem Baumarkt und Schleusen oder sonstige Verbindungstüren vermitteln den Eindruck als wären sie aus einem Zerstörer aus dem 2. WK und genauso lassen sie sich öffnen oder schließen, von Automatismus keine Spur! Ganauso wie Bildschirme mit Knöpfen die verdächtig an Mikrowellen erinnern. Da schießt einem glatt die “Raumpatrouille Orion“ ins Gedächtnis.
Ach und wo wir schon beim Thema 2. WK sind: Der Hass der Konföderierten auf die Pilger artet hier in eine art Weltraumfaschismus aus! Es kommt mir auf jeden Fall so vor!
Dann kommen noch billig Kostüme und äußerst merkwürdige Mutproben der Piloten (ne kurze Drehung des Raumjägers kurz vor der Landung?!) vor, die den Film vollends ins lächerliche treiben (von den dümmlichen Dialogen mal ganz zu schweigen).

Schauspieler Freddy Prinze Jr., Saffron Burrows, Matthew Lillard und Jürgen Prochnow, um nur einige zu nennen, spielen zwar nicht ganz schlecht aber auch nur das nötigste um etwas für ihr Geld getan zu haben. Regisseur Chris Roberts hätte lieber weiter Spiele programmieren sollen anstatt den guten Namen der Serie mit diesem Film so durch den Dreck zu ziehen. Vor allem von der Charakterzeichnung her hätte er sich etwas Besseres einfallen lassen können. Christopher Blair (Verkörpert von Freddy Prinze Jr), der als der HELD des Films fungieren soll, ist für meinen Geschmack sehr enttäuschend. Wer will schon ein navigierendes Mathegenie mit hässlichen Schafanzugkostüm sehn? Na ja, wahrscheinlich Geschmacksache!
Die Kilrathi sind auch nicht gerade die Wucht! Die bösen blutrünstigen Aliens sehen aus wie Katzenmutanten in billigen Plastikkostümen. Zum Glück kann man sie selten richtig sehen denn sonst würde man aus dem Lachen gar nicht mehr raus kommen.

Fazit:
Würde der Film sich nicht so ernst nehmen wäre er für einen Trashabend vielleicht ganz erträglich geworden. Doch leider Gottes hat er weder ne gescheite Story noch gute Effekte noch interessante Charaktere sondern ist nur für ein paar unfreiwillige Lacher gut. Für Wing Commander Fans vielleicht noch ganz nett ansonsten würde ich die Finger davon lassen!
Aber drei Gnadenpunkte für die Lacher und für (endlich mal wieder) ein bisschen Weltraumgeballer!! 3/10

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