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Drei Hunde als Hauptakteure in einem Weihnachtsfilm, - das könnten Tierhorrorfreunde zwar eher speziell auslegen und doch ist der Streifen nicht so kitschig wie das Cover vermuten ließe.

Es sind noch zwei Tage bis Weihnachten und die drei Hunde Arfamis, Barkos und Wagos werden von Herrchen Matt (Dean Cain) im Haus allein gelassen. Als zwei Einbrecher vorbereitete Geschenke und den Weihnachtsbaum stehlen, schmuggeln sich die drei in den Kofferraum des Diebeswagens, womit ein aufregendes Abenteuer beginnt...

Die weißen Hunde bestehen aus einem Malteser und einer Promenadenmischung, der dritte liegt irgendwo dazwischen. Gedreht wurde zwar mit echten Tieren, doch die Köpfe wurden per Computer verändert, um Maulbewegungen und Mimik zu generieren, was im Endeffekt recht gut gelungen ist. Dazwischen waren verdammt gute Hundetrainer am Werk, denn das Trio bewegt sich häufig gemeinsam oder zumindest hintereinander, was gewiss viel abverlangt hat.

Die Geschichte bietet indes kindgerechten Stoff, welcher einfachsten Verlaufsmustern folgt.
Kurz vor dem Fest müssen die Helden einer prekären Situation entkommen, wozu sie natürlich die Hilfe eines Menschen benötigen. Keiner bietet sich da eher an als der Weihnachtsmann (Richard Riehle, - super besetzt), welcher soeben eine Pause im Fundbüro des Kaufhauses eingelegt hat. Eine Bedrohung darf natürlich auch nicht fehlen und auch diesbezüglich liegt ein garstiger Hundefänger (Bill Oberst Jr., - gnadenloses Overacting) nahe.

Die Gags sind für Erwachsene überwiegend flach ausgefallen und doch sind zwei, drei Lacher zu verzeichnen. Etwa, als die Werbung für Santa in der Mall im Fernsehen erscheint und deutlich so etwas wie Medienkritik auszumachen ist. Auch die Marotte, den jeweiligen Gesprächspartner am Telefon nur unverständlich murmeln zu lassen, kann den einen oder anderen Schmunzler erzeugen, während immerhin eine Handvoll Parallelen zu den Musketieren auszumachen sind.

Natürlich sind zahlreiche hanebüchene Momente auszumachen und doch werden die Hunde nicht vermenschlicht, zumal die Kamera zahlreiche Froschperspektiven einbaut, um die Hundesicht zu verdeutlichen. Autor und Regisseur Jesse Baget hat die Tiere offenbar sorgfältig studiert, da einige Eigenschaften auf den Punkt genau zutreffen, wie etwa das stundenlange Anstarren der Leckerlis oder die Vorliebe für stinkende Schuhe. Okay, Autofahren im Teamwork schießt ein wenig übers Ziel hinaus und Furzwitze sind auch nicht jedermanns Sache, doch sympathisch kommen die drei Helden allemal rüber.

Leider geht der Geschichte im Mittelteil ein wenig das weihnachtliche Flair ab, welches besonders zu Beginn zu punkten weiß. Ansonsten liefert der Streifen unterhaltsamen, zuweilen amüsanten Stoff, der zwar eher die jüngeren Zuschauer ansprechen dürfte, doch in entsprechend weihnachtlicher Stimmung haben auch Erwachsene etwas davon.
7 von 10

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