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Das hätte doch wirklich nicht sein müssen: Wieder spielt Steven Seagal einen Italo-Cop, dessen Partner ermordet wurde, und der nun auf eigene Faust die Mörder verfolgt. Eine Mischung aus Seagals Charakteren der Vorgängerfilme, doch ändert dies nichts an der Tatsache, dass "Deadly Revenge" Seagals bester Film überhaupt geworden ist.

Die Story:
Der amoklaufende Kleinkriminelle Richie zieht eine Blutspur durch das Italienerviertel Brooklyns. Zu seinen Opfern zählt auch der Partner von dem einheimischen Super-Cop Gino Felino. Gino packt sich die Schrotflinte ein und sinnt auf Rache...

Die Handlung klingt simpel und ist es auch. Dazu findet man viele Versatzstücke aus vorherigen Seagal-Filmen wieder. Doch nur "Deadly Revenge" schafft es, aus all dem einen rasanten und packenden Actionfilm zu formen. Die bewusst platte Story hat den Vorteil, dass die Karten sofort klar verteilt sind, und Gino ohne große Umschweife ans Ermitteln geht. Hervorragend wurde das Brooklyner Lokalkolorit eingefangen, ebenso gut bekommt man ein Gefühl für das rasante Tempo des Films. Richie ist Gino immer einen Schritt voraus, und doch zieht sich der Kreis immer enger, die Konstellation sorgt nicht unbedingt für Spannung, aber für atemlose Unterhaltung. "Deadly Revenge" bietet zudem denkwürdigste und manchmal auch alberne Szenen en masse. Unvergesslich die Bar-Szene, in der Gino eine ganze Bande Typen aufmischt. Oder wenn er seinen Mafia-Kumpels wirre Storys aus der Kindheit erzählt, die überhaupt nichts mit den aktuellen Geschehnissen zu tun haben. Das sind dann auch die wenigen Atempausen des Films, immer wenn zu sehr auf Ginos italienischen Wurzeln herumgeritten wird, lässt der Film etwas nach.

"Deadly Revenge" platziert sich in Sachen Härte knapp hinter "Zum Töten freigegeben", ohne dass man sich beklagen müsste, dass hier nichts los sei. Knochenbrüche gibts keine (offensichtliche), dafür umso mehr Shootouts und Prügeleien, wobei die oben erwähnte Bar-Szene einfach göttlich ist. Das Finale ist an Heftigkeit kaum zu überbieten, und was Gino mit dem bemitleidenswerten Richie macht, schafft den Film wahrlich zurecht auf den Index.

Fazit:
"Deadly Revenge" ist die ideale Verbindung typischer Seagal-Charakterelemente, harter Action und einer banalen Story. Hier passt alles zusammen, und wirklich scheint es so, als hätte Seagal drei Filme Anlauf gebraucht, um den großen Wurf zu landen. Leider markiert "Deadly Revenge" das Ende der klassischen Seagal-Filme und des 80er-Jahre-Styles. Alles in allem Pflichtprogramm für Action-Fans!!!

10/10

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