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"Let me do it my way. Just give me an unmarked and a shotgun, alright?"

Nachdem der völlig durchgedrehte Drogendealer Richie Madano, den Polizisten Bobby Lupo auf offener Straße erschiesst und kurz darauf eine unschuldige Frau, wird die Polizei auf den Plan gerufen. Darunter befindet sich auch Lupos Partner Gino Fellino (Seagal), ein in Brooklyn aufgewachsener Amerikaner mit italienischen Wurzeln. Da er der einzige ist, der sich im Sumpf der Gewalt auskennt, macht er sich mit Schrotflinte bewaffnet auf den Weg, den irren Dealer auszuschalten.

Mit Deadly Revenge beschränkt man sich auf die elementaren Dinge, die einen Seagal-Streifen ausmachen. Man gibt Seagals-Charakter eine Schrotflinte und Narrenfreiheit und der Spass kann beginnen. Mit Story oder Motivationen jeglicher Charaktere befasst man sich erst gar nicht. Aber im Endeffekt funktioniert das einwandfrei und kann für 87 Minuten wunderbar unterhalten.

Wie auch in den anderen Filmen, mag man Seagals-Charakter oder man mag ihn nicht. Bei Deadly Revenge macht dies den ganzen Film aus. Denn diesmal hat man es wirklich auf die Spitze getrieben. Fellino scheint eine Art unverwundbarer Supermacho zu sein, der vor nichts und niemanden Angst hat. Ohne die kleinste Unsicherheit legt er sich mit dem größten Paten von Brooklyn an, nimmt eine komplette Bar, samt Besucher auseinander und spaziert weiterhin seelenruhig durch die von Verbrechern verseuchten Straßen. Wer sich daran nicht stört hat hier seinen Film gefunden.

Das fehlen einer durchdachten Story fällt in diesem Fall nicht sonderlich auf. Da man keine große Einführung kriegt und praktisch direkt mittem im Geschehen anfängt, ist man immer beschäftigt und denkt über Logiklücken erst im Nachhinein nach. Die Stärke des Films liegt auch ganz klar in seiner Kurzweil. Gino jagt den Verbrecher, findet ihn und bringt ihn um. Mit genügen Tempo und an vielen Stellen auch einem gewissen Augenzwinkern umgesetzt, macht das einfach Spass.

Wer sich schon mit den Vorgängern anfreunden konnte, wird auch hier seine Freude haben. Aber alle die mit dem typischen Seagal-Charakter nichts anfangen können seien gewarnt.

8/10

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