In Brooklyn passiert das Unfassbare: Ein Cop wird auf offener Strasse vor den Augen seiner Frau und Kinder brutal erschossen. Der Täter ist der örtlichen Polizei bereits bekannt, doch diese Grausamkeit überraschte alle. Nun kennt der Cop Gino Felino nur noch ein Ziel: Rache, Rache an dem Mord seines Freundes und Partners. Er hat die Vollmacht der Vorgesetzten erhalten und kämpft nun mit seinen eigenen Mitteln gegen den Täter und seine Hintermänner.
Die Story von Deadly Revenge ist denkbar simpel ausgefallen und kann mit dem Wort Selbstjustiz problemlos zusammengefaßt werden, aber sind wir Seagal Fans doch mal ehrlich, mehr wird im Grunde doch auch nicht erwartet. In den frühen Filmen des Aikido-Schwingers ist er zumindest noch rank und agil und solange er auf die harte Tour ein paar Bösewichte heftig verdrischt ist die Welt doch Ordnung.
Man müßte wirklich mal eine Zählung machen, wer von beiden den größten Bodycount verursacht hat. Der manisch durchgeknallte Psychopath (William Forsythe verkörpert den herrlich fies, nur die Synchro, die ich noch von einer Nebenrolle bei Al Bundy kannte, irritiert ein wenig) legt jeden um, der ihn nur schief anschaut, aber auch unser Gino ist bei seiner (von der Polizei offiziell legitimierten) Jagd wenig zimperlich. Wer denn zwischendurch versehentlich mal überlegt darf sich aber mindestens über gebrochene Knochen, ausgeschlagene Zähne oder weggeschossene Extremitäten freuen, Freunde der derberen Action werden sicher nicht enttäuscht.
So wird Brooklyn systematisch entvölkert, passend unterlegt mit Songs von den Beastie Boys "No sleep til Brooklyn u.a. Große Längen gibt es wenige zu verzeichnen, höchstens die Beziehung zu seiner in Scheidung befindenden Frau nebst Sohn oder manche der Monologe des Meisters wirken da als Spaßbremse, der Rest wird aber mit munterem niederknüppeln wieder wettgemacht. Seagal Fans oder einfach Freunde von Filmen wie Ein Mann sieht rot können hier locker zugreifen, zumindest wird man daran erinnert das es mal Zeiten gab, wo nicht nur mittelmäßige DTV Hobel mit Stuntman rausgeschwemmt wurden.
8/10