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Bei Brooklyn brennen Backen


Fieser Mafiosi unterschreibt sein Todesurteil und killt Seagals Partner und Freund auf offener Straße. Ein wohl nie härter und gleichzeitig lässiger agierender Seagal als Cop ohne Grenzen zieht los und versohlt halb Brooklyn den Hintern. Das ist „Out For Justice“ von Action-Altmeister John Flynn... Simpel, einfach und geil. Man kann es nicht anders sagen. Eigentlich geht es unter Seagal-Fans nur um „Marked For Death“ oder „Out For Justice“, wenn es um das beste, purste Geschoss des Aikido-Hünen geht. Und selbst wenn ich persönlich Ersteren noch vorziehe, ist auch dieser NY-Rachefeldzug a la bonne heure! 

Eigentlich ist das Ding nur eine lange Suche und Verfolgung durch Brooklyn bzw. New York, zu Auto und zu Fuß - mehr braucht es allerdings gar nicht, das funktioniert, befriedigt voll und ganz. Seagal hatte nie mehr Swagger als hier, die Action ist hart und humorlos (obwohl jeder Fan bei Stichworten wie „Korkenzieher“ oder „Fleischerbeil“ schmunzeln muss), alles ist dreckig und glaubhaft strasse. Man merkt, dass John Flynn seinen Höhepunkt in den schmutzigen 70ern mit „Rolling Thunder“ hatte. Vom krachenden, Hip-Hop-infusionierten Soundtrack über die legendäre „Billardbarszene“ bis zu William Forsythe als wirklich schleimigen, zugedröhnten, erbarmungslosen Killer - „Out For Justice“ hält jeder Kritik stand, hat sich hervorragend gehalten und macht modernen, überladenen und oft künstlichen Actionfilmen noch immer etwas vor. Das war handgemacht, das hatte Style, das war ein Winner für Warner und seinen wohl nie cooleren Star. Kritikpunkte: egal wie sleazy Forsythe auch ist, allein physisch und kampftechnisch hat er Seagal rein gar nichts entgegenzusetzen. Und dieser stolziert auch noch hahnengleich ohne (trotz Bauchstreifschuss im Finale) je auch nur ein bisschen in Gefahr zu geraten durch New Yorks berüchtigten Stadtteil, dass es grandios und etwas langweilig zugleich erscheint. Denn Seagal ist wohl der Actionstar, der in seinen Abenteuern immer am allerwenigsten einstecken musste, was gehörig an Spannung raubt. 

Fazit: straight, hart, italienisch. Seagal in der Form seines Lebens, mit Charisma und Coolness galore. Sein Starappeal und seine zurückgelehnten Arschtreter-Qualitäten sind hier mehr denn je unübersehbar. „Out For Justice“ ist einer seiner besten, für viele sogar nachvollziehbar DER Favorit. Ein knallharter Cop im Godmode räumt in Brooklyn auf - basta! 

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