Ein Film, der uns zum Nachdenken anhält und ein Film, der uns zum Lachen bringt. Ein Film, der uns die alltägliche Hölle der Alkoholiker und Drogensüchtigen näher bringt. Und sich dummerweise in zwei Richtungen bewegt: Die eine ist die humorvolle Betrachtung einer Frau (Sandra Bullock), die ihr chaotisch-verkokstes Leben wieder in den Griff bekommen will. Die andere ist das ernsthafte Drama, in dem es um Vergangenheitsbewältigung, die heilende Kraft der Sitcoms und um das Pferdehufen geht.
Dass das Thema wichtig ist, und sensibel angepackt werden musste, war Regisseurin Betty Thomas wohl klar. Warum sonst hätte sie Frau Bullock, eine der bekanntesten Sympathieträgerinnen Hollywoods, für die Rolle der Gwen besetzt? Sie handhabt den Film allerdings auch ziemlich klischeehaft und übervorisichtig. Bullock gerät von der kaputten Drogen-verseuchten Welt in die wunderbare Heile Welt der Entziehungsklinik, in der jeder Insasse zwar seine eigene Kuriositätenshow aufmachen könnte, aber natürlich auch super-sympathisch ist. Eine kritische Betrachtung einer solchen Einrichtung fällt mal wieder völlig weg.
Der Rest ist seicht. Viel zu seicht für einen solchen Film. Vieles wird nur oberflächlich angekratzt oder gänzlich ignoriert. Ein wirklich tiefgehendes Drama ist Frau Thomas hier sicherlich nicht gelungen. Eher eine nette Komödie, die durch die ernste Thematik gestört wird.