Review

Tjo, Sandra Bullock als abhängige Partyschnapsdrossel...ob das überzeugt?
Nein, tut es nicht wirklich. Über weite Strecken wirkt der Film, bei dem man sich wohl nicht sicher war, ob man ein Drama oder eine Komödie daraus macht, wie ein schlaffes Remake von „Einer flog übers Kuckucksnest“.
Musik und Kameraführung sind in Ordnung. Ich denke, hauptsächlich lag es wohl am Drehbuch. Und man traute sich scheinbar nicht, die Süchtigen etwas realistischer darzustellen. So wirkt Sandra Bullock keinen Moment glaubwürdig. Auch den vorgeworfenen Alkohl- und Tablettenmißbrauch sieht man ihr so gut wie nie an.
Die Szene die alles ins Rollen bringt, als Sandy mit der Limousine in den Vorgarten rauscht, wirkt eher belustigend als das man sich Gedanken um die Hauptfigur macht.
Wozu auch Sorgen machen? Ist ja schließlich ein Hollywoodfilm, der gerne ein Drama sein will. Also sieht fast alles wie geleckt aus (in Bezug auf Sandra Bullock bitte nicht zweideutig verstehen!) aber nie so das man mitfühlen könnte.
Und da zwischenduch alles mit gelegentlichen Witzen aufgelockert wurde, geht der restliche Touch der Ernsthaftigkeit auch Flöten.
So bleibt unterm Strich zwar ein Film, den man sich ansehen kann, ohne das Langeweile aufkommt, aber wenn man einen thematisch ähnlichen Film sehen will, bei dem man die Figuren ernst nehmen kann, sollte man lieber nochmal den obengenannten Jack-Nicholson-Film vorziehen.
Übrigens: wer noch der Meinung ist, das sich der Name "Gwen Cummings" eher nach einer Pornodarstellerin anhört, steht nicht alleine da.

Details
Ähnliche Filme