Es gibt drei bemerkenswerte Dinge an dem amerikanischen Horrorfilm „Amy“. Erstens: Jemand führte Regie der angeblich Patnaik R.B. heißt (???). Zweitens: Der Filmtitel „Amy“ scheint dem deutschen Vertrieb zu dürftig gewesen zu sein. Also, erinnerte man sich an die prosaisch anmutenden Titel der lustigen B-Movie-Jahre und klatschte hinter „Amy“ noch ein wenig subtil wirkendes „Sie öffnet das Tor zur Hölle“. Nun: Bei diesem hochgeistigen Titel-Erguss ist jedem (wirklich jedem klar!), was man hier zu erwarten hat. Doch das sagt noch lange nichts über die Qualität der Story aus. Halt! Es gibt noch drittens: Ja, anfänglich dachte ich wirklich, ich hätte einen guten Film als Stream, weil die Optik um die Amish-Gemeinde gut eingefangen wurde und die Musik auch nicht schlecht ist. Der Rest ist Pustekuchen gewesen und wird großzügig unter den Teppich des Vergessens gekehrt. Beim ersten Spezialeffekt (ein Fratzengesicht) war ich schon skeptisch. Dann wurde ich durch ein erbärmlich computeranimiertes Baby bestätigt. Bevor ich das Schundwerk abschaltete, huschten noch Geister über den Screen, die mich an Zeichentrickanimationen aus sehr grauer Film-Vorzeit erinnerten.
Fazit: Liegenlassen, nicht drüber stolpern!