Review

Das knapp einstündige Making of befindet sich nicht nur auf der Ösi DVD, sondern auch als Extra auf der Ittenbach - the Early Years Edition. Auch wenn ich sonst eher nicht zu den Behind the Scenes Kuckern gehöre und mich bei einer romantischen Komödie die Hintergrunde nicht die Bohne interessieren würden, bei Ittenbachs Splatterparade gehört das aber fast zum Pflichtprogramm.
Prinzipiell schön ist es dabei, die Leute hinter solch extremen Filmen mal kennenzulernen, um immer wieder festzustellen, daß das normale Leute sind, als Fan für die Fans drehen und mit denen man gerne in der Kneipe bei nem Bier fachsimpeln könnte. Zudem sind auch sonst alle wichtigen Darsteller mit an Bord, die auch ihrerseits ein paar Infos streuen können.
Schöner wärs aber noch gewesen etwas mehr Infos und Tricks zu den zahlreichen Effekten zu bekommen, denn das ist ja unzweifelhaft Ittenbachs Stärke. Das kommt hier zwar auch vor, hätte aber gern mehr sein dürfen.
Dafür gibt es zahlreiche Anekdoten zu den nicht ganz leichten Drehbedingungen. Die Vorbereitungen starteten bereits 1993. In guter alter Handarbeit entstanden bereits zahlreiche Puppen und Props und auch die Aufnahmen waren nicht einfach und erinnern an Peter Jacksons Bad Taste Making of. So standen, hier wie dort, die Darsteller nur am Wochenende zur Verfügung, denn alle haben unter der Woche ihren normalen Job nachzugehen.
Nette Internas waren auch, daß das selbst angerührte Kunstblut alles andere als gut roch und sich auch nicht wirklich angenehm anfühlte. Wenn man bedenkt das die Leute stellenweise darin fast badeten und die Puppen teilweise mit bis zu 40 Litern davon aufgebläht wurden, da möchte man dann doch lieber nicht an den Leuten Schnüffeln.
Für den intensiven Showdown wurde sogar extra mit der letzten Kohle ein tschechisches Filmstudio gemietet, dafür aber in der letzten Absteige gehaust und mit mitgebrachten Raviolis aus der Dose ernährt. Das kann man wohl echtes Commitment nennen, zumal die Beteiligten größtenteils unentgeltlich arbeiteten.
Insgesamt nett gemacht, hätte sogar ein paar Minuten länger dauern können, aber durchaus informativ. Wer das Making of quasi eh gratis als Zugabe auf seiner DVD hat, macht nichts falsch sich das als Paket zum Film selbst noch dazuzugeben.
6/10

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